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NIKI beantragt Konkurs in Österreich
Die österreichische Air-Berlin-Tochter NIKI hat ein Konkursverfahren in Österreich beantragt, das parallel zur in Deutschland anhängigen Insolvenzcausa abgewickelt werden könnte.
Der Antrag ging an das für den Flughafen Wien-Schwechat als Unternehmenssitz zuständige Landesgericht Korneuburg (NÖ). Das Gericht prüfe diesen Antrag derzeit, doch sei mit einer kurzfristigen Entscheidung über eine Eröffnung des Verfahrens zu rechnen, heißt es. Der Gläubigerschutzverband KSV1870 begrüßt diese Entwicklung, da ein österreichisches Insolvenzverfahren eine "schadensminimierende Lösung" ermöglichen könne. Gemäß den vorgelegten Unterlagen wären vom heimischen Insolvenzverfahren laut AKV 58 Gläubiger und laut KSV1870 56 inländische Gläubiger mit zusammen 1,3 Mio. EUR an Forderungen betroffen.
Die aktuellen Vermögensverhältnisse des Schuldnerunternehmens müssen im Zuge eines Verfahrens aber erst überprüft werden, heißt es. Im Hinblick auf die gebotene Verwertung des Vermögens, auch der österreichischen Assets, soll das Verfahren als Konkursverfahren geführt werden. Laut NIKI soll es in weiterer Folge zu einer übertragenen Sanierung kommen. Der Insolvenzantrag von NIKI auch in Korneuburg/Niederösterreich war für heute erwartet worden. Der in Deutschland für NIKI bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther hatte ein zweites Insolvenzverfahren in Österreich angekündigt, um den bereits ausverhandelten Kaufvertrag mit IAG/Vueling abzusichern. (apa/red)
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Autor/in:
Michaela Trpin
Redakteurin / Senior Editor
Michaela Trpin hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Crossmediale Marketingkommunikation studiert und versteht es, ihre im Bachelor- und Masterstudium erlernten Kenntnisse mit der Praxis zu verknüpfen. Ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen hat sie, als Teil der Redaktion, zum Beruf gemacht. Im Verlag betreut sie die Themen Karibik, Lateinamerika und Luxusreisen.
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