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Pauschalreiserichtlinie: Alles auf Schiene?

Noch bleiben knapp 16 Monate bis die neue Pauschalreiserichtlinie EU-weit zur Anwendung kommt - für Änderungen bleibt nur wenig Zeit. Während in Deutschland intensiv nachverhandelt wurde, zeigen sich Verbände und Wirtschaftskammer in Österreich weitgehend gelassen.

„In den nächsten Wochen“, nennt Felix König, Fachverbandsobmann der Wirtschaftskammer Österreich, einen vagen Termin, zu dem der Gesetzesentwurf zur Pauschalreiserichtlinie (PRL) in das nationale Gesetz aufgenommen wird. Nachverhandelt würde lediglich "wenn etwas aufpoppt, das zu einem größeren Ärgernis führen könnte". Weiterhin ungelöst ist das Problem der getrennten Zahlungen, das derzeit, wie auch in Deutschland, einem parlamentarischen Verfahren unterzogen wird.

„Katastrophe für Österreich"

Deutlich weniger gelassen beurteilt vir-Vorstand Michael Buller nach Lektüre der Regierungsvorlage zum Pauschalreisegesetz (PRG) die Auswirkungen auf den österreichischen Markt. Er sieht nicht nur auf Reisebüros, sondern auch auf Tourismusverbände und Destinationen erhebliche Gefahren zukommen. Bucht etwa ein Kunde über einen Banner auf einer Destinationsseite einen Skipass dazu, kann unter Umständen die Destination zum Veranstalter und damit bei Unfällen haftbar werden. 

„Ich kann nicht teilen, was aus Deutschland kommt. Die Spielräume, die es gab, haben wir genützt. Ich sehe alles auf Schiene“, zeigt sich Felix König, mit Bullers Bedenken konfrontiert, entspannt. 

Um mehr Unterstützer für die Petition gegen die EU-Pauschalreiserichtlinie zu generieren, hat die Initiative "Ja, ich buche im Reisebüro" ein YouTube-Video erstellt, das auf die Gefahren hinweist.

Mehr zum Thema in unserer nächsten Ausgabe. (red)


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Foto: Michaela Trpin

Autor/in:

Redakteurin / Senior Editor

Michaela Trpin hat ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen, als Teil der Redaktion, zum Beruf gemacht. Im Verlag betreut sie die Themen Karibik, Lateinamerika und Luxusreisen. Nach ihrem Bachelorstudium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, konzentriert sie sich nun berufsbegleitend auf ihr Masterstudium "Crossmediale Marketingkommunikation".






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