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Notstand auf den Malediven ausgerufen
Nach einer Explosion auf dem Boot des Präsidenten und einem Waffenfund ist auf den Malediven der Notstand ausgerufen worden.
Laut Verfassung ist die Dauer des Notstands auf 30 Tage begrenzt. Als Grund wurden "Bedrohungen der nationalen Sicherheit" angegeben, wie ein Präsidentensprecher erklärt. Präsident Abdulla Yameen überlebte die Explosion im September unversehrt, seine Frau wurde am Rücken verletzt.
Vizepräsident Ahmed Adheeb war nach dem Vorfall festgenommen und entlassen worden. Ihm wird vorgeworfen, in den mutmaßlichen Anschlag auf den Präsidenten verwickelt zu sein. Vor einigen Tagen wurden laut Generalbundesanwalt Mohamed Anil außerdem ein Waffen- und Bombenversteck gefunden. Es habe Hinweise auf einen geplanten Anschlag gegeben, sagte Anil.
Die Sicherheitsmaßnahmen wurden nach Inkrafttreten des Notstands am Mittag verstärkt. Auswirkungen auf die Tourismusindustrie werden kaum erwartet, da die meisten Besucher auf abgelegenen Inseln Luxus-Urlaub machen. (apa/red)
malediven, ausnahmezustand, regierung, notstand
Autor/in:
Klaudia Wagner
Redakteurin / Senior Editor
Klaudia Wagner, seit 2002 im Tourismus tätig, verstärkt das Team seit August 2014. Neben Reisen steht Sport mittlerweile ganz oben auf der Liste.
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