M. Fast: "Reisebüros können Direktvertrieb schwächen"

Nachdem Gruber Touristik in einem offenen Brief den Boykott von ITS Billa-Produkten propagiert hat, bezweifelt Martin Fast, Geschäftsführer Rewe Pauschaltouristik Österreich, dass die Aktion zielführend sei. Vielmehr könnte der Direktvertrieb geschwächt werden, indem Reisebüros den Verkauf der Produkte forcieren.

Martin Fast reagiert auf den offenen Brief von Gruber Touristik gewohnt besonnen: "Es steht jedem frei, seine Veranstalter-Partner zu wählen." Derzeit haben ca. 650 Reisebüros eine ITS Billa-Agenturnummer, 40 - 45 Prozent der Gesamtbuchungen werden über den stationären Vertrieb abgewickelt, so Fast. Was den oft diskutierten 5 Prozent-Bonus für Frühbucher für Billa-Vorteilskunden betrifft, fügt Fast hinzu: "Wir haben auch heuer wieder die Reisebüros eingeladen, in einer gemeinsamen Kampagne bei der Frühbucher-Aktion mitzumachen. Letztes Jahr haben sich ÖVB, Geo, Kuoni und Raiffeisen daran beteiligt." Der 5 Prozent-Bonus könne dabei direkt an die Reisebüro-Kunden weitergegeben werden. Ob weitere Büros dem Aufruf von Gruber Touristik folgen, wollte Fast nicht beurteilen, hält jedoch fest: "Natürlich tut mir dieser Schritt leid. Aber die Frage ist, ob damit das Ziel erreicht werden kann. Wenn ich ITS Billa im Direktvertrieb schwächen will, muss ich doch die Produkte stärker im Reisebüro verkaufen." (red)

Der Artikel hat Ihnen gefallen? Wir freuen uns, wenn sie diesen teilen!





Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





Advertising




Tägliche Touristik News für Reisebüro Agents, Counter, Veranstalter, Fluglinien, Kreuzfahrten
Copyright © für alle Artikel: tip / tip-online.at & Profi Reisen Verlagsgesellschaft m.b.H.