Lufthansa: Reisebüros zahlen Gebühren für Tickets

Die Deutsche Lufthansa will von Reisebüros zusätzliche Gebühren verlangen und damit ihre Vertriebskosten bis 2009 um jährlich 40 Mio. EUR senken.

Künftig sollten Reisebüros je verkauftem Lufthansa-Ticket 4,90 EUR zuzüglich Mehrwertsteuer je Strecke an die Fluggesellschaft zahlen. In diesem Fall würden den Reisebüros die bisherigen Tarife als so genannte Vorzugspreise garantiert, teilte Lufthansa am Donnerstag mit. Reisebüros, die diese Zusatzgebühr nicht akzeptierten, könnten ab Juli 2008 Lufthansa-Tickets nur gegen einen - neu eingeführten - Preisaufschlag von 15 EUR je Flugstrecke erhalten.

Lufthansa hatte bereits 2004 Kostensenkungen für CRS wie Amadeus, Sabre oder Galileo angekündigt. Die Gebühren für die CRS betrugen bei Lufthansa damals gut 200 Mio. EUR. Die Hälfte davon wolle Lufthansa mittelfristig einsparen, sagte der Passage-Vertriebsvorstand der Lufthansa, Thierry Antinori. Bisher konnte Lufthansa diese Kosten bei direkten Gebührenverhandlungen mit den Buchungsfirmen erst um rund 20 Mio. EUR senken.
Mit dem neuen Tarifsystem geraten die Reisebüros nach dem Wegfall der Provisionszahlungen von Lufthansa vor gut drei Jahren erneut unter Druck. Betroffen sind vor allem 4.500 vom Weltflugverband IATA zertifizierte Büros, über die Lufthansa in Deutschland immer noch rund 80% ihrer Tickets verkauft. Der Anteil von Direktbuchungen per Internet steigt allerdings kontinuierlich. (APA/red)

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