Drohender Streik in deutscher Reisebranche

Die deutsche Gewerkschaft ver.di will in der kommenden Woche über einen Arbeitskampf in der Reisebranche mit ihren rund 70.000 Beschäftigten entscheiden.

Die deutsche Tarifkommission werde am 25. Jänner in Frankfurt über die Konsequenzen nach dem Scheitern der Schlichtungsverhandlungen beraten, sagte Verhandlungsführer Henry Sieb der Deutschen Presseagentur dpa. Die Schlichtung über einen neuen Gehaltstarifvertrag war am 11. Jänner ergebnislos beendet worden.

ver.di lehnte das Arbeitgeberangebot von 3% mehr Einkommen bei einer Vertragslaufzeit von 30 Monaten als zu gering ab. Beide Seiten seien sich auch uneinig über die Einmalzahlung, die es für den Zeitraum Juli 2007 bis März 2008 geben soll, sagte Sieb. Die Arbeitgeber weigerten sich, den Beschäftigten in Reisebüros diese Zahlung zu leisten. Damit gingen aber 90% der Branchenmitarbeiter leer aus.

Der Gehalts- und Ausbildungstarifvertrag der Touristikbranche war am 30. Juni 2007 ausgelaufen. Für neu eingestellte Mitarbeiter gelten seitdem die Entgeltbestimmungen des Vertrages nicht mehr.

Die Tarifgemeinschaft des Deutschen Reiseverbands empfahl ihren Mitgliedern, den Beschäftigten von Mai an freiwillig 3% mehr zu überweisen. TUI Deutschland und Thomas Cook haben dies bereits für April angekündigt. Der Tarifexperte des Reiseverbandes, Helmut Rau, sagte in Frankfurt, auch beim dritten großen Reisekonzern Rewe werde über eine freiwillige Anhebung nachgedacht. Vor Aufnahme neuer Verhandlungen mit ver.di erwarte er eine längere Pause. (APA/red)

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