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Neue Billig-Airline von Lufthansa und TUI
Lufthansa und TUI wollen die Fluggesellschaften Germanwings, Eurowings und TUIfly vereinen. Damit würde ein starker Konkurrent zu Air Berlin entstehen.
Die deutsche Lufthansa stellt damit ihr Geschäft im Billig- und Europasegment neu auf. Der Touristikkonzern TUI Travel will seine schwächelnde deutsche Fluggesellschaft TUIfly stärken. Eine entsprechende Absichtserklärung über das Zusammengehen der Fluggesellschaften sei am Dienstag unterzeichnet worden, wie die TUI und die Lufthansa mitteilten. Wirksam werden könnte die "Fusion" bis zum Frühjahr 2009. Einzelheiten des Zusammenschlusses stünden aber noch nicht fest. Auch zur künftigen Verteilung der Anteile an der gemeinsamen Holding wurden keine Angaben gemacht. Allerdings hatte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber betont, dass die TUI-Töchter nicht unter das Dach der Lufthansa kommen würden. Daher wird vermutet, dass Lufthansa weniger als 50% an der neuen Gesellschaft halten wird. Weitere Anteile könnten an den Eurowings-Miteigentümer Albrecht Knauf gehen.
Die TUI hatte ihre beiden deutschen Flugmarken Hapag Lloyd und HLX zuletzt unter der Marke TUIfly vertrieben. Eurowings gehört zu knapp 50% der Deutschen Lufthansa und ist auf den Kurz- und Mittelstrecken aktiv. Der stark expandierende Billigflieger Germanwings ist eine komplette Tochter von Eurowings. Die deutschen Flugtöchter der TUI, der Billigflieger Germanwings und die Regionalgesellschaft Eurowings sollen nach bisherigen Plänen in einer eigenständigen Holding verschmolzen werden. Damit würde ein starkes Gegengewicht zur zweitgrößten deutschen Airline Air Berlin entstehen, die mit der Übernahme von dba und LTU sowie der geplanten Integration von Condor auf einen kräftigen Expansionskurs eingeschwenkt war.
"Spätestens zum Sommerflugplan 2009 sollten wir in dem neuen Joint Venture fliegen", sagte der Chef der deutsch-britischen TUI-Tochter TUI Travel, Peter Long, in einer Telefonpressekonferenz. Die deutsche Airline-Tochter TUIfly, die Anfang 2007 aus der Fusion der TUI-Billigairline HLX und des Ferienfliegers Hapagfly entstanden war, hatte insbesondere zu Beginn Auslastungsprobleme und musste mehr Einzelplätze und zu günstigeren Preisen als geplant verkaufen - das belastete das Ergebnis von TUI Travel mit rund 9 Mio. EUR. Long hatte daher bereits im vorigen Jahr die Sitzplatzkapazitäten verringert. Wie der Flugsektor bei TUI aufgeteilt und die neue Zusammenarbeit mit Lufthansa aussehen könnte, dazu machte Long keine Angaben. Es sei auch möglich, dass das Joint Venture gar nicht zustande komme. Man befinde sich noch in einem sehr frühen Stadium. (APA/red)
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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