AUA: Harte Verhandlungen über Saudi-Einstieg

Über den geplanten Einstieg des saudi-arabischen Investors Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber bei den Austrian Airlines (AUA) ist offenbar ein hartes Tauziehen entstanden.

Die "Kronen Zeitung" berichtet von "dramatischen Verhandlungen". Weil die ÖIAG den Einstieg Al Jabers "extrem schwierig" mache, könnte dieser "die Lust verlieren" und die AUA später an die deutsche Lufthansa verkauft werden, schreibt die "Krone". Laut "Wiener Zeitung" tagt am 10. März der ÖIAG-Aufsichtsrat. Zwei Tage später ist seit längerem schon eine Aufsichtsratssitzung bei der AUA angesetzt worden.

Laut "Krone" will die ÖIAG den 150 Mio. EUR schweren Einstieg Al Jabers an zahlreiche Bedingungen knüpfen. Bekannt ist, dass Al Jaber, der die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, einen Teil seiner angestrebten AUA-Beteiligung mit dem bestehenden Österreich-Konsortium aus ÖIAG, heimischen Banken und Versicherungen syndizieren soll. Außerdem war schon in früheren Medienberichten davon die Rede, dass der neue Investor auf Stimmrechte verzichten soll.

Zugestanden hat er laut "Krone" und bisherigen Magazinberichten der ÖIAG einen Einstiegspreis von 7,10 EURo je AUA-Aktie. Das wäre gegenüber dem aktuellen Börsekurs der AUA von 5,28 EUR am Montag ein Aufschlag von mehr als einem Drittel. Außerdem wäre Al Jaber bereit, seine dann rund 20% an der ÖIAG zu einem fixen Preis an die ÖIAG weiterzuverkaufen, "wenn die AUA doch nicht einen eigenständigen Weg schaffen" und schließlich doch noch komplett an eine andere Airline weiterverkauft werden sollte, heißt es. (APA/red)


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Redakteur / Managing Editor

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