TUI sucht nach neuen Chancen für Zukäufe

Europas führender Reisekonzern TUI will noch größer werden. Parallel zur Trennung von seinem Containerschiff-Geschäft solle die Tourismus-Sparte durch Zukäufe weiter ausgebaut werden, sagte TUI-Chef Michael Frenzel am Dienstag in Berlin.

Konkrete Kandidaten für weitere Käufe nannte er nicht. Der TUI-Konzern hatte am Vortag verkündet, er wolle sich von seiner Reederei-Tochter Hapag-Lloyd trennen. Die Abspaltung des Seefracht-Riesen solle bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, sagte Frenzel am Dienstag. Gespräche mit potenziellen Käufern seien noch nicht aufgenommen worden. Für das vergangene Jahr konnte die TUI mit einem deutlichen Gewinnsprung aufwarten.

Weitere Zukäufe im Tourismus-Geschäft seien auch von den Kartellbehörden abhängig, sagte Frenzel. Die TUI muss als europaweit führender Anbieter aufpassen, dass neue Zukäufe nicht zu einer marktbeherrschenden Stellung führen. Schon im vergangenen Jahr hatte TUI mit dem britischen Konkurrenten First Choice fusioniert. Damit war ein weltweit führender Tourismuskonzern mit jährlich fast 30 Millionen Kunden entstanden. TUI hatte mit der Großfusion auch auf einen Schachzug des Konkurrenten Arcandor geantwortet. Der ehemalige KarstadtQuelle-Konzern hatte zuvor den britischen Riesen Mytravel übernommen.

Mit Blick auf die geplante Trennung von Hapag-Lloyd zeigte sich TUI-Chef Michael Frenzel offen für das Interesse der Staatsholding Singapur Temasek. Der Konzern ist Medienberichten zufolge interessiert an einer Verschmelzung der Reederei mit seinem Schifffahrtskonzern Neptune Orient Lines (NOL). Damit würde eine der größten Schiffsfracht-Anbieter der Welt entstehen. Es gebe aber bisher keine Diskussionen, fügte Frenzel hinzu. Presseberichten zufolge interessiert sich auch eine Gruppe deutscher Investoren für Hapag Lloyd. (ag/red)

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