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Air France-Absturz: Rätselraten über Ursache
Die Ursache für den mutmaßlichen Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik ist trotz erster Erklärungsversuche noch völlig unklar.
Experten halten es jedoch für äußerst unwahrscheinlich, dass ein Blitzschlag allein für ein solches Unglück verantwortlich sein könnte. Gefahren gehen von heftigen Gewittern aber durchaus aus. Air France sprach nach dem Verschwinden des Flugzeugs davon, dass die Maschine möglicherweise von einem Blitz getroffen wurde. Zudem gab es Meldungen über Fehler in der Stromversorgung. Als alleinige Ursache für einen Absturz fällt ein Blitzschlag aber nach Ansicht von Experten aus. Ein Blitzschlag sei nicht "komplett wirkungslos", aber es sei "extrem unwahrscheinlich", dass ein Flugzeug dadurch abstürze, sagte der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg. Das Flugzeug stellt wie ein Auto einen Faradayschen Käfig dar, so dass Elektrizität abgeleitet wird. Handwerg weist zudem darauf hin, dass in einem modernen Flugzeug alle Systeme mehrfach vorhanden sind. Der Ausfall eines Systems wird somit also aufgefangen. So gebe es auch nicht nur ein Stromsystem, weshalb ein kompletter Ausfall unwahrscheinlich sei, erklärt der Pilot. Gewitter sind für Flugzeuge grundsätzlich ein Problem. Normalerweise umfliege ein Pilot die Gewitter, sagt Handwerg. In dem theoretischen Fall, dass eine Maschine direkt durch das Zentrum eines Gewitters fliegt, ist dies nach Darstellung des Cockpit-Sprechers "durchaus gefährlich". Es gebe dort zum Beispiel starke Auf- und Abwinde. Das mutmaßliche Absturzgebiet befindet sich in der so genannten innertropischen Konvergenzzone nahe des Äquators, in der es häufig zu Unwettern kommt. (APA/red)
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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26 Juni 2026
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