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Salon der Republik und klassische Musik
Zauberhafte Natur am Zusammenfluss von Elbe und Adler, die ereignisreiche Geschichte einer der ältesten tschechischen Städte, die günstige Lage knapp 100km von Prag entfernt und die ungewöhnlich elegante Kombination aus Gotik, Renaissance, Barock und der Moderne. Das ist Königgrätz (Hradec Králové).
Die Goldene Ära der Architektur in Hradec Králové begann Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Ersten Weltkrieg, als man im Rahmen von Bauvorhaben nach neuen, kreativen Impulsen in der Raumplanung suchte. Ein solcher Impuls war der neue Bebauungsplan des Architekten Josef Gočár, der dank seines radialen Kreisprinzips der Bebauung bis heute zeitlos geblieben ist. Der Bebauungsplan namens Gočárs Hradec umfasste die Neugestaltung des Hauptplatzes, ein Schulgelände, den Sitz der Diözese und das heutige Gebäude des Magistrats. Gočárs Vorgänger ist der - nicht nur wegen seines Entwurfs des Museumsgebäudes im Jugendstil - genauso bedeutende tschechische Architekt Jan Kotěra. Zusammen mit J. Gočár machte er sich mit seinen originellen, mannigfaltigen Bauwerken um den Beinamen „Salon der Republik“ für Hradec Králové verdient.
Das majestätische Wahrzeichen von Hradec Králové in Ostböhmen ist der Weiße Turm, der stolz exakt in der Stadtmitte thront. Seinen Namen erhielt der Turm dank der strahlenden Farbe des Sandsteins aus Hořice, aus dem er erbaut ist. Der Turm im Stil der Renaissance erhebt sich bis in 72m Höhe und bietet einen wunderschönen Rundblick nicht nur auf Hradec Králové, sondern auch auf die Gipfel von Riesengebirge und Adlergebirge. Der Bau des aus Spenden der Bürger:innen finanzierten Turms wurde im Jahr 1574 aufgenommen.
Das Museum Ostböhmens befindet sich in einem Jugendstilgebäude des Architekten Josef Gočár aus dem Jahr 1913. Schon auf den ersten Blick beeindruckt das Gebäude mit seiner monumentalen Gestalt. Der Grundriss des Gebäudes hat vieles gemeinsam mit den Grundrissen mittelalterlicher Dome – zum Beispiel die Form eines lateinischen Kreuzes. Von außen wirkt es wie ein reiner Jugendstilbau, wobei die Ornamente an der Fassade, der Backstein und die geometrische Gliederung auffallen. Gegenwärtig hat dieses größte Regionalmuseum in seinen archäologischen, naturwissenschaftlichen und historischen Sammlungen an die drei Millionen Artefakte. Ein Teil des Ostböhmischen Museums widmet sich der Schlacht am Chlum im Jahr 1866. Die Ausstellung erinnert an die preußisch-österreichische Schlacht, die in der Umgebung von Hradec Králové am 3. Juli 1866 stattfand.
Ausflugstipps in der Umgebung von Hradec Králové:
- Für Besucher:innen, die ein oder zwei Tage Zeit haben, lohnt sich ein Ausflug in die unweit gelegene Gemeinde Třebechovice pod Orebem. Denn das dortige Weihnachtskrippen-Museum hat in seiner Sammlung die meistbewunderte tschechische Krippe – die Probošt-Krippe. Diese wurde im Jahr 1926 nach mehr als 40 Jahren fertiggestellt und besteht aus fast 2 000 geschnitzten Einzelteilen.
- Erwähnenswert ist auch das Schloss in Častolovice im Stil der Renaissance. Die geschnitzten Kassettendecken sind einzigartig.
- Das neogotische Schloss Hrádek u Nechanic wirkt hingegen wie ein Stück England in Ostböhmen.
- Und nicht zuletzt ist die Besichtigung der mächtigen Burg Kunětická hora, die für ihre perfekt durchdachte Befestigungsanlage berühmt ist, zu empfehlen.
Klassik trifft auf Barock
Der Schlosshügel in der ostböhmischen Stadt Litomyšl kann auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurückblicken. Die heutige Gestalt der Umgebung des Schlosses Litomyšl hat eine grundlegende barocke Prägung, dennoch findet man dort nach der kürzlichen Revitalisierung auch moderne Bauten nach Entwürfen führender tschechischer Architekten. Dort vereinigen sich auf einzigartige Weise sowohl zeitgenössische als auch historische Gebäude zu einem Gesamtbild. Dazu gehören das Schloss, die Reitschule, das Piaristenkolleg, die Klostergärten, die Fakultät für Restaurierung der Universität Pardubice oder auch die Kirche der Kreuzauffindungskirche.
Ein Besuch des Festivals Smetanova Litomyšl, des zweitältesten Musikfestivals in Tschechien und des größten Festivals für klassische Musik außerhalb von Prag, verspricht jedes Jahr im Juni und Juli ein außergewöhnliches Erlebnis.
Schloss Slatiňany, die gemütliche herrschaftliche Residenz am Fuße des Eisengebirges unweit der ostböhmischen Stadt Pardubice wurde an der Stelle einer gotischen Festung aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Diese wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem komfortablen Fürstensitz der Herren von Auersperg, eines der prestigereichsten Adelsgeschlechter der Donau-Monarchie.
Die nobel eingerichteten Schlossgemächer von Schloss Slatiňany in Ostböhmen versetzt ihre Bescuher:innen in jene Zeit zurück, als hier zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts Franz Josef von Auersperg mit seiner Familie lebte. Privatgemächer, Kinderzimmer, die Prunkräume im Herren-Geschoss und in die wirtschaftlichen Nebenräume (Küche, Raum für das Geschirrwaschen, Eisraum und historischer Kesselraum) bieten tiefe Einblicke in das Leben dieser Zeit.
Aber nicht nur das Interieur von Schloss Slatiňany, sondern auch der anliegende Garten und Park mit exotischen Gehölzen, Blumen, dem romantischen Gartenteich und eleganten Sitzbänken verzaubert. Im Schlossgarten können Besucher:innen auch den sanierten Kinder-Bauernhof besichtigen, wo die Kinder des Fürsten lernten, sich um Tiere zu kümmern. Auf spielerische Weise lernten sie die Grundlagen der Land- und Hauswirtschaft, wie Gartenarbeit, Geflügelzucht, das Verfassen von Briefen und das Kochen.
Nur ein paar Schritte weiter, gleich neben dem Schlossgarten, steht das Gestüt Slatiňany, wo das schwarze Kladruber Pferd gezüchtet wird. Die Kladruber Pferde gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Advertorial
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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6 Oktober 2026
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