Puerto Rico stellt seine Kaffeekultur in den Fokus


Kaffeekultur in Puerto Rico
Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober rückt die Insel ihre Kaffeetradition und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt.

Puerto Ricos Kaffeekultur reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, als die Spanier die Kaffeepflanze auf die Insel brachten. Vor allem die fruchtbaren Höhenlagen boten ideale Bedingungen für den Anbau. Im 19. Jahrhundert erlangte puerto-ricanischer Kaffee auch international Bekanntheit. Heute wird die Tradition von kleinen, vielfach familiengeführten Produzent fortgeführt, die handwerkliche Qualität mit modernen Anbaumethoden verbinden. Die Kaffeefarmen liegen in den bewaldeten Bergregionen und ermöglichen Einblicke in den Anbau und die Verarbeitung der Bohnen.

Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober rückt Puerto Rico seine jahrhundertealte Kaffeetradition in den Mittelpunkt. Eine Route von Ponce an der Südküste bis in die Kaffeeanbaugebiete der Zentralen Gebirgskette verbindet dabei Geschichte, Natur und kulinarische Erlebnisse.

Von Ponce in die Kaffeeanbaugebiete

Die Route beginnt in Ponce an der Südküste. Die als „Perle des Südens“ bekannte Stadt war im 19. Jahrhundert ein bedeutendes Handelszentrum für Kaffee. Im historischen Zentrum rund um die Plaza de las Delicias befinden sich unter anderem das ehemalige Feuerwehrhaus Parque de Bombas und die Kathedrale Nuestra Señora de Guadalupe. Das Museo Castillo Serrallés sowie die Hacienda Buena Vista vermitteln weitere Einblicke in die Geschichte der Stadt und des Kaffeeanbaus.

Von Ponce geht es weiter in die Bergregion nach Jayuya, die sowohl für ihre Kaffeekultur als auch für das indigene Erbe Puerto Ricos bekannt ist. Sehenswürdigkeiten wie die Hacienda San Pedro, das El Cemí Museum und die Landschaft rund um Tres Picachos verbinden Natur und Kultur. Auf lokalen Kaffeefarmen können Besucher den Weg von der Kaffeekirsche bis in die Tasse nachvollziehen. Wanderungen durch die Plantagen geben dabei Einblicke in die traditionelle Handarbeit. Charakteristisch für den puerto-ricanischen Kaffee sind unter anderem eine ausgewogene Balance, süße und fruchtige Noten sowie eine samtige Textur.

Kaffee mit eigenem Vokabular

Auch die Bestellung im Café gehört zur Kaffeekultur der Insel. Wer seinen Kaffee schwarz trinken möchte, kann einen „prieto“ oder „negro“ bestellen. Der „cortadito“ kombiniert Espresso mit aufgeschäumter Milch, während beim „mitad y mitad“ Kaffee und Milch zu gleichen Teilen enthalten sind. Eine besonders milde Variante ist der „bibí“, bei dem die Milch im Vordergrund steht. Für einen längeren Kaffee nach Art eines Americano gibt es den „aguao“. Die offizielle Erntesaison erstreckt sich etwa von August oder September bis Februar oder März. Besonders im letzten Quartal des Jahres sind die Farmen aktiv, wenn zahlreiche reife Kaffeefrüchte geerntet werden. Wer die Kaffeeregion flexibel erkunden möchte, kann die Berglandschaft mit dem Mietwagen bereisen. Gut ausgeschilderte Routen führen zu Farmen, kleinen Ortschaften und Naturattraktionen und bieten Einblicke in die bis heute lebendige Kaffeetradition Puerto Ricos.

Weitere Informationen über Puerto Rico unter: www.discoverpuertorico.com (red)


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Autor/in:

Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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