Tourismusmesse Japex: Ein kräftiges Lebenszeichen für Jamaika


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Virtuelle Messeeröffnung mit Tourismusminister Edmund Bartlett
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Philip Rose, Deputy Director of Tourismus des Jamaica Tourist Board
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Philip Rose (li) mit dem JTB-Team
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Einkäuferin informiert sich über neue Angebote
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Sicourney Jackson, PR Officer des JTB, mit Philip Rose

Auf der Japex in Ocho Rios versammelte sich vom 14. bis 17. September alles, was in der Branche Rang, Namen und Einfluss hat. Ein gelungener Auftritt für den Tourismus des Landes und seiner nationalen und internationalen Partner. Tip war als einziges österreichisches Medium exklusiv vor Ort.

Reges Kommen und Gehen auf der Japex, der Jamaica Product Exchange, im weitläufigen Moon Palace Hotel in Ocho Rios. Die Jamaiaca Hotel & Tourist Association (JHTA) veranstaltete die Messe gemeinsam mit dem Jamaica Tourist Board (JTB) und stellte die Veranstaltung unter das Motto „Jamaica Reimagined“ und „Jamaica Reinvented“, was sinngemäß bedeutet, das Angebot des Landes neu zu denken und neu zu definieren.

Chancen und Risken künstlicher Intelligenz

Hurrikan Melissa, der im Oktober 2025 auf die Südwestküste Jamaikas traf und schwere Schäden verursachte, verlangte nach neuen Antworten und Strategien. Auch mit Fokus auf den Tourismus in den digitalen Welten, wo derzeit die KI als Künstliche Intelligenz ( Artificial Intelligence) für vollkommen neue Möglichkeiten sorgt. Freilich: Chancen und Risiko liegen noch sehr nah beieinander und sind nicht ohne weiteres abschätzbar. Nur eines ist sicher, so der Tenor auf der Japex: Die Umwälzungen für die gesamte Branche werden gravierender sein als jene mit dem Internet.

Geld für Tourismuskampagnen

Wie Tourismusminister Edmund Bartlett in seiner virtuellen Eröffnungsrede vor lokalen und internationalen Tourismusvertreter:innen und Geschäftspartner:innen betonte, wird das Budget für das Haushaltsjahr 2026/27 für das Destinationsmarketing rund 4,5 Mrd. Jamaikanische Dollar betragen. Das sind umgerechnet rund 28,2 Mio. USD. Dazu kommen noch finanzielle Kooperationen wie etwa mit Fluggesellschaften und Kreuzfahrtanbietern. Für Edmund Bartlett ist die Japex eine wichtige Plattform, um Jamaikas Tourismusbranche mit führenden internationalen Märkten und deren Playern zu vernetzen.

Neu Märkte mit Neupositionierung erobern

Der jamaikanischen Tourismus zählt zu den wichtigsten wirtschaftlichen Standbeinen des Landes und will entsprechend betreut und gefördert werden, so der Minister weiter. Für ihn mit ein Grund, Jamaika in Zukunft neben karibischem Flair mit Meer, Sand und Sonne noch stärker über authentische Kultur, Sport, Abenteuer und Luxus zu vermarkten.

Im Zuge dieser Neupositionierung soll auch die Abhängigkeit von den traditionellen Märkten USA und Kanada gelockert und im Gegenzug die Märkte in Lateinamerika, Europa und den Mittleren Osten stärker bearbeitet werden.

All Inclusive mit Sport, Kultur und Abenteuer vernetzen

Eine weitere Stoßrichtung ist die Forcierung des touristischen Angebots auch außerhalb der zahlreichen All-Inclusive-Anlagen. Nach Philip Rose, Deputy Director of Tourism des Jamaica Tourist Board, sollen Einheimische gemäß der Strategie 3.0 stärker in das Angebot eingebunden werden und davon auch wirtschaftlich profitieren. Die Handwerker:innen und Bauern/ Bäuerinnen ebenso wie die Taxifahrer:innen. Die Mitarbeiter:innen in den Lokalen und Gaststätten ebenso wie die kleinen lokalen Unternehmen. Anschauungsunterricht dafür bekam ich sowohl im Couples Tower Resort als auch im Jamaica Inn Resort Hotel bei Ocho Rios, wo Einheimische den Gästen in einem eigenen Bereich ihre handgefertigten Schalen, Figuren, Schmuckstücken und Stoffe den Gästen präsentieren und verkaufen konnten. Es hat gut getan, das zu sehen und belebt und bereichert auch den Aufenthalt der Gäste. Es macht einfach Sinn.

Gastfreundschaft als Wettbewerbsvorteil

Unter den Vortragenden der begleitenden Tagung der Japex waren weiters O`Brian, Präsident der Jamaica Hotel & Tourist Association („Der wichtigste Wettbewerbsvorteil sind die Jamaikaner und ihre unvergleichliche Gastfreundschaft“) und John Byles, Executive Deputy Chairman von Chukka Caribbean Adventures („Luxusgäste verlangen zunehmen nach Natur und Abenteuer“). Unter dem Strich ergibt sich aus den einzelnen Beiträgen auch eine modifizierte Positionierung für den deutschsprachigen Raum (Österreich, Deutschland und der Schweiz) mit neuen Angeboten, die Naturerlebnis mit Authentizität, Kontakt zur lokalen Bevölkerung und einer smarten Portion Luxus verbinden.

Punkten mit Songs von Harry Belafonte

Hervorheben möchte ich noch die sympathische und jamaikanisch beschwingte Anmoderationen bei der Tagung wie etwa von Sicourney Jackson, ihres Zeichens Public Relations Officer des Jamaica Tourist Board (JTB). Klänge von Harry Belafonte und seinem bekannten Banana Boat - Song passen ebenso zur Stimmung wie das Motto: You have just to slow down to feel Jamaica.

Unter den Messeausstellern fanden sich neben lokalen Größen wie Jamaica Inn, Moon Palace, The Cardiff Hotel & Spa, Couples Resorts und S Hotels Jamaica auch internationale Hotelketten wie Iberostar, RIU, Hyatt und Sandals Resorts. Dazu kamen Natur- und Event-Anbieter wie Chukka Eco-Adventure oder Mystic Mountain, Mietwagenunternehmen wie Sixt sowie nationale und lokale Firmen mit ihrem breit aufgestellten Kunsthandwerk.

Unter dem Dach der Fachmesse versammelten sich insgesamt 423 Organisationen und Unternehmen, darunter Reiseveranstalter und Reisebüros, Vertreter von Hotels und Tourismusverbänden sowie internationale Einkäufer und Medienvertreter. Es war ein bemerkenswerter Auftritt, der insbesondere nach dem Hurrikan nicht nur die Resilienz und Widerstandfähigkeit der Jamaikanischen Tourismusbranche unterstrichen hat, sondern auch die Fähigkeit und den Willen, mit neu kombinierten Angeboten für künftige Gäste die noch verborgenen Schätze des Landes zu heben. 

Artikel geschrieben von Sonja Lesjak die für tip in Ocho Rios, Jamaika war. (red)


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Autor/in:

Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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