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Attestor übernimmt Condor zur Gänze
Das britische Investmentunternehmen zieht – nicht überraschend - die Call-Option auf die Übernahme von 49% an der Condor, die bisher der Bund und das Bundesland Hessen gehalten haben.
Attestor, der schon bisher mit 51% die Mehrheit der Anteile an Condor hält, holt sich die verbleibenden 49%, die derzeit noch die SG Luftfahrtgesellschaft hält. Hinter SG stehen der Bund und das Bundesland Hessen. Diese Konstruktion war nach dem Konkurs von Thomas Cook, dem damaligen Eigentümer der Condor, im Jahr 2019 und den Turbulenzen während der Corona-Pandemie nötig geworden. Im Frühjahr 2026 konnte Condor die Staatshilfen vorzeitig zurückzahlen. Die Suche nach einer größeren Fluglinie als strategischen Partner dürfte anhand der aktuell herausfordernden Situation der Luftfahrt nicht erfolgreich gewesen sein.
Nicht überraschend
Bereits im Sommer hatte „eine mit dem Vorgang vertraute Person“ der Nachrichtenagentur Reuters die Übernahme angekündigt. tip-online berichtete. Als Attestor 2021 bei Condor eingestiegen war, wurde eine Option auf den Kauf der staatlichen 49% vereinbart. Die Komplettübernahme soll allerdings erst per 31. August 2027 erfolgen. Der Deal dürfte Condor nach turbulenten Zeiten eine ruhigere Phase bescheren.
Bereits in den letzten Jahren wurde der Wandel vom reinen Ferienflieger zum Netzwerk-Carrier eingeläutet. Parallel dazu wurde die Langstreckenflotte erneuert. Ein Teil der Strategie umfasst Zubringerflüge, u.a. dreimal täglich ab/bis Wien, in das Drehkreuz Frankfurt, von wo die Fernstrecken bedient werden. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Airlines wird sukzessive ausgebaut. Erst Anfang September wurde eine erweiterte Partnerschaft mit Qantas eingegangen. Die Condor-Flotte umfasst aktuell rd. 60 Maschinen, die Zahl der Beschäftigten liegt bei rd. 4.000. Knapp 10 Mio. Fluggäste wurden zuletzt pro Jahr verzeichnet. (red.)
Condor, Attestor, Übernahme, Anteile, Ferienflieger, Netzwerk-Carrier
Autor/in:
Elo Resch-Pilcik
Herausgeberin / Chefredakteurin
Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach mehr als 30 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.
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16 Oktober 2026
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