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Außenministerium: Reisewarnungen für Nahost bleibt aufrecht
Mehr als eine Woche nach Beginn der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel, den USA und dem Iran hält der Krisenstab des österreichischen Außenministeriums seine Einschätzung zur Sicherheitslage im Nahen Osten aufrecht.
Für die meisten Länder im Nahen Osten gilt weiter eine Reisewarnung. Für Saudi-Arabien und den Oman bleibt ein hohes Sicherheitsrisiko bestehen, gab Ministeriumssprecher Clemens Mantl am heutigen Montag bekannt. Mehr als 1.300 Österreicher:innen wurden bisher bei der Ausreise unterstützt.
Die Krisenteams in der Region und in Österreich seien weiter damit beschäftigt, Österreicher:innen bestmöglichst zu betreuen und aus dem Krisengebiet "herauszubringen", so Mantl beim mittlerweile siebenten Sicherheitsupdate des Außenamts. Seit Samstag gebe es bei unterstützten Aus- und Rückreisen einen sinkenden Bedarf. Auf den Rückholflügen europäischer Partner blieben mehr und mehr Plätze frei.
Auch die Zahl der Österreicher:innen, die ihren Aufenthalt beim Außenamt registriert haben, gehe zurück. Es gebe auch weniger Hotline-Anrufe. Zugleich normalisiere sich der reguläre Linienflugverkehr. Im Zusammenhang mit den Reiseregistrierungen rief Mantl alle Zurückgekehrten dazu auf, sich aus den Listen der in der Region aufhältigen Personen wieder zu streichen. Der Fokus und die "oberste Priorität" liege nunmehr in der Betreuung einzelner Personen mit besonderen - etwa medizinischen - Bedürfnissen.
Vorläufige Bilanz des Kriseneinsatzes
Wie Mantl weiter mitteilte, hat Österreich vier gesonderte Ausreiseflüge für 800 Österreicher:innen organisiert. Insgesamt leisteten die österreichischen Behörden ihm zufolge 1.300 Landsleuten Unterstützung bei der Ausreise. Hinzu kommen 110 Österreicher:innen, die diesbezüglich Hilfe europäischer Partner Österreichs erhielten.
Was die weitgehenden Sperren des Luftraum über dem Nahen Osten betrifft, vermeldete Mantl: Der Luftverkehr in Saudi-Arabien und dem Oman funktioniere quasi ohne Einschränkungen. Von Maskat im Oman aus konnten in den vergangenen Tagen mit 80 Extra-Maschinen rund 100.000 Menschen die Kriegsregion verlassen. Es gebe Flüge von Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Dubai, Abu Dhabi) aus. Hier gebe es aber einen Passagierrückstand aufzuarbeiten, und der Betrieb sei teils von kurzfristigen Faktoren abhängig. In Israel gebe es nur sehr, sehr eingeschränkt Flüge. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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