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Erfolgreiche ITB 2024 – trotz zahlreicher Krisen


Foto: Messe Berlin GmbH
Dr. Mario Tobias, CEO Messe Berlin
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H.E. Salim bin Mohammed Al Mahrouqi, Minister of Cultural Heritage and Tourism of the Sultanate of Oman
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ITB Berlin, Südeingang

Trotz weltweiter Krisen scheint die Reiselust ungebrochen zu sein, wie die am Donnerstag zu Ende gegangene ITB Berlin 2024 zeigte. Wichtigste Themen waren die wachsende Bedeutung von KI, der Fachkräftemangel und Klimagerechtigkeit.

Trotz umfangreicher Streiks in Deutschland verzeichnete die ITB Berlin in diesem Jahr mit knapp 100.000 TeilnehmerInnen einen leichten Zuwachs. Über 5.500 Aussteller aus 170 Ländern füllten während der drei Businesstage 27 Messehallen des Berliner Messegeländes. Beim ITB Berlin Kongress diskutierten 400 weltweit renommierte Top-SpeakerInnen Trends und Innovationen. Insgesamt besuchten rund 24.000 Teilnehmende die Panels, Diskussionen, Keynotes und Vorträge. Auch der ITB Buyers Circle mit seinen 1.300 Top-Einkäufern diente als Gradmesser für die Branche und unterstrich die globale Bedeutung der weltweit führenden Reisemesse als wichtige Businessplattform.

„Die ITB Berlin ist auch in diesem Jahr das Spiegelbild der Branche. Die Stimmung unter den Ausstellern, Besuchern, Speakern war gleichermaßen sehr positiv. Sie waren sich weitestgehend einig, dass die Reiselust keineswegs ein reiner Kurzzeiteffekt nach der Pandemie war, sondern dass sie sich grundlegend robust zeigt. Weder Inflation noch hohe Energiekosten scheinen die Nachfrage zu trüben“, kommentierte Mario Tobias, Vorsitzender der Geschäftsführer der Messe Berlin.

Think Tank

Eine besonders große Rolle kam den Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz zu. Ihr widmete der ITB Berlin Kongress erstmalig einen eigenen AI Track, der bei den 24.000 Kongress-Gästen entsprechend großes Echo erzeugte. Auch beim ITB Innovation Radar, der dieses Jahr in die zweite Runde ging, war das Thema KI sehr präsent. Im Mittelpunkt standen 16 wegweisende Innovationen von Branchenvisionären, die von B2B-Services für Gastgewerbe und Reiseprofis bis hin zu nachhaltigen Konzepten reichten.

Gastgeberland Oman

Das diesjährige Gastland Oman hatte seine Hauptpräsenz in Halle 2.2 auf 800m2. Bereits am Montagabend sorgte das Sultanat für Staunen und Applaus, als es die traditionelle Eröffnungsgala samt spektakulärer Show ausrichtete. Dabei bot es den rund 3.000 Gästen vielfältige Einblicke in seine Landschaft und Kultur – vor allem musikalischer Natur. Der omanische Tourismusstaatssekretär, S.E. Azzan bin Qassim al Busaidi hob auf der Eröffnungspressekonferenz die Erfolge seines Landes bei der Schaffung touristischer Infrastruktur hervor und lobte das kulturelle und natürliche Erbe des Sultanats. Oman zählte 2023 vier Millionen Gäste, eine Steigerung um 22% gegenüber 2022. Beim Ausbau der touristischen Infrastruktur werde sorgfältig auf Nachhaltigkeit und Diversität geachtet.

„Trotz aller Euphorie und positiver Prognosen waren sich die Teilnehmenden auch der immensen Herausforderungen bewusst, mit der auch oder besonders die Reisebranche umzugehen hat. Entsprechend betonten wir mit dem Zusatz „Together“ in unserem diesjährigen Motto, dass sich die Herausforderungen ausschließlich als Community lösen lassen“, meinte Mario Tobias.

Neben dem Angriffskrieg gegen die Ukraine stieß in den vergangenen Monaten schließlich noch ein weiterer geo-politischer Konflikt im Nahen Osten hinzu und sorgt damit für weitere Unsicherheits-Faktoren neben dem dringlichen Thema Nachhaltigkeit. Auf der ITB Berlin präsentieren sich sowohl die Ukraine als auch Israel und Palästina als Aussteller. So warb der israelische Tourismusminister auf seiner Pressekonferenz für Reisen nach Israel und sprach sich gegen Reisewarnungen in sein Land aus.

Erfreuliche Bilanz für Asien-Pazifik

Verglichen mit 2023 zog die Branche nach Corona auch erstmalig wieder eine erfreuliche Bilanz für den asiatisch-pazifischen Raum – dies spiegelte sich unter anderem beim Aussteller China wider, der in diesem Jahr sein Messecomeback feierte und Gäste ausgewählter Länder seit Kurzem mit vereinfachten Visa-Formalitäten willkommen heißt.

Ausblick auf die ITB Berlin 2025

Albanien, eine aufstrebende Destination mit großem Potenzial, wird Gastland der ITB Berlin 2025. Die Geschäftsführung der Messe Berlin und Vertreter aus Albanien besiegelten ihre Partnerschaft offiziell durch die Unterzeichnung des Vertrags am zweiten ITB-Messetag, nachdem sie die Zusammenarbeit bereits vor einigen Monaten angekündigt hatten. Die nächste ITB Berlin findet wieder als reine Fachbesuchermesse vom 4. bis 6. März 2025, von Dienstag bis Donnerstag, auf dem Gelände der Messe Berlin statt. (red)


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Foto: Christiane Reitshammer privat

Autor/in:

Freie Journalistin

Christiane Reitshammer war von 2003 bis 2012 fix im Team als Redakteurin und Chefin vom Dienst. Als freie Journalistin ist sie nicht nur gerne für „tip“ und „reisetipps“ unterwegs, sondern unterstützt auch regelmäßig die Redaktion im Print, online und in den Sozialen Medien.





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