EU: Schutz vor zu hohen Flughafen-Gebühren

Die Europäische Kommission will Passagiere und Fluggesellschaften vor zu hohen Flughafen-Gebühren schützen.

Mit einer Gesetzesinitiative hat sich die Brüsseler Behörde in den jahrelangen Streit zwischen Flughafenbetreibern und Gesellschaften um zu hohe Abfertigungsgebühren eingeschaltet. Verkehrskommissar Jacques Barrot kündigte am Mittwoch an, die 27 Mitgliedstaaten zur Schaffung unabhängiger Schlichtstellen zu verpflichten. Er will auch, dass die Entgelte europaweit nach einheitlichen und nachvollziehbaren Regeln festgesetzt werden. Dies käme auch den Passagieren zu Gute. "Bei den Preisen ist Mäßigung angebracht", warnte der Kommissar. "Ich möchte keine Werbung für angeblich billige Tickets mehr sehen, auf die dann hohe Gebühren geschlagen werden." Dennoch müssten auch weiterhin Investitionen und Dienstleistungen der Flughäfen durch Gebühren angemessen vergolten werden. Eine Obergrenze sieht die Direktive nicht vor. "Man kann nicht alle Flughäfen in Europa über einen Kamm schweren", sagte Barrot. Abschläge für Billigflieger, die weniger Service bei der Bodenabfertigung benötigten, seien in Ordnung. Verlange ein Großflughafen nur wegen der hohen Auslastung höhere Gebühren, sei dies dagegen "Missbrauch", warnte Barrot. (ag/red)

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