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BTU: Interview mit Geschäftsführer Dr. Georg Nader


BTU Geschäftsführer Dr. Georg Nader spricht im Interview mit tma, das am Rande des ÖRV-Kongresses in Linz stattfand, über die aktuelle Lage der Geschäftsreisen-Sparte.

BTU Geschäftsführer Dr. Georg Nader

Mit November 2020 hat Georg Nader die Geschäftsführung bei BTU von Christiane Tondolo übernommen, die das von ihr gegründete Unternehmen zuvor 27 Jahre geleitet hatte.
Welche Überlegungen stehen hinter der Übernahme? Wie wird sich BTU künftig aufstellen? Wie spielen Mensch und Technologie zusammen? Welche Veränderungen im Produkt stehen an? Über diese und andere Themen hat tma mit Georg Nader gesprochen. 
Das komplette Interview mit Dr. Georg Nader ist in der aktuellen tma Print-Ausgabe nachzulesen.

"Menschliches Gesicht mit starker Technologie dahinter"

Die erste Frage die tma dem Geschäftsführer stellte war natürlich welche Überlegungen hinter der Übernahme der Geschäftsreisen-Sparte des Verkehrsbüros - vor allem in Bezug auf die anhaltende Pandemie und den Ukraine-Krieg - stehen. Die Pandemie wäre dabei laut Nader der beste Zeitpunkt gewese, da die Bereitschaft bei allen Beteiligten hoch war, neu durchzustarten. Den Ukraine-Konflikt merke man zwar, spüre ihn aber kaum in den Zahlen. 

Naders Antwort auf den Zeitpunkt beziehen sich daher vorallem auf die Chancen und die Investition in die Zukunft. So sagt Nader: "Das war eine Chance, BTU nachhaltig als erfolgreichen, gesamtösterreichischen Player im Markt zu positionieren, als ein Gegenmodell zu OTAs und Start Ups wie TravelPerk und Tripactions." Außerdem erklärt der Geschäftsführr wie wichtig das "menschliche Gesicht in Verbindung mit einer starken Technologie für die Branche ist:"Wir glauben, dass man mit persönlichem Service mehr Erfolg hat als mit reiner Technik. Ich sehe den Kauf als Investition in die Zukunft. Wir werden ein menschliches Gesicht mit einer starken Technologie dahinter haben."

"Nach der Integration kommt die Transformation"

Im weiteren Interview sprach Nader außerdem über den branchenweiten Personalmangel, der auch vor BTU nicht Halt macht, sowie über neue Investitionen in Technologie. "Wir suchen händeringend neue Mitarbeiter. Letztes Jahr haben wir uns von einigen Wenigen verabschiedet, die Schlüsselkräfte konnten wir aber alle behalten. Nach der Integration kommt die Transformation. Wir hoffen, dass wir dafür die besten Leute und auch genügend haben werden. Bei der Transformation wird stark in die Technologie investiert, um Mitarbeiter effizienter arbeiten zu lassen. Steigende Komplexität bei Angebot und Nachfrage ist ein Trend, dazu braucht es Technologie."

Entwicklung und Trends

Auf die Frage wie sich Geschäftsreisen künftig entwickeln werden, sagte Nader: "Da muss man zwei Dinge unterscheiden. Die Großwetterlage, da glaube ich an das „new normal“. Es gibt den Nachholbedarf bei Geschäftsreisen, aber künftig auch digtiale Meetings per MS Teams. Das „new normal“ ist 85% des alten Markts. Mein persönliches Ziel ist es, über diese Latte zu kommen. Das können wir schon 2023/24 schaffen. Aber wir können auch nicht gegen den Wind Klavier spielen."

tma fragte im Interview auch nach den Trends bei Geschäftsreisen und wie Nader diese einschätze, darauf sagte der Geschäftsführer folgendes: "Da gibt es ein paar Perspektiven. Die Zielgruppen der Reisenden und in den Unternehmen erweitern und verändern sich. Früher waren Geschäftsreisen nur ein Thema für das Travel Management, jetzt sind auch Finance, Human Ressources und Umweltverantwortliche eingebunden. Da ist es wichtig, ein klares Angebot für alle Interessen zu haben. Das wird in Zukunft noch stärker in diese Richtung gehen. Auch mehr Reporting wird gefragt sein. Die „duty of care“ hat durch die Pandemie an Bedeutung gewonnen. Das wollen wir multi-channel-fähig machen. Zudem sehe ich eine Renaissance der Reiserichtlinien. Die Unternehmen schauen wieder vermehrt aufs Geld", so Nader.
"Ein weiterer Trend ist „new work“. Das bedeutet, was für die Mitarbeiter das Beste ist, ist auch für uns das Beste. Dafür braucht es one to one-Angebote. Das klassische Business Hotel ist nicht mehr ein Muss. Alles, von Airbnb bis zum Boutique-Hotel ist gefragt. Es gibt kein „one size fits all“-Produkt."

Inwiefern Nader eine "Renaissance der Reiserichtlinien" und wo er BTU in fünf Jahren sieht - das und einige andere Themen sind im Interview in der aktuellen tma Print-Ausgabe nachzulesen. (red)


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Foto: privat

Autor/in:

Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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