AUA: Verkauf droht zu scheitern

Der Verkauf der Austrian Airlines (AUA) droht zu scheitern. Davon gehen jedenfalls die ersten Analysten aus.

Die französische Fluggesellschaft Air France-KLM hat sich aus dem Bieterrennen zurückgezogen, auch die russische S7 hat bis zum Offertschluss am Dienstag kein Angebot gelegt. Die als Favorit geltende deutsche Lufthansa sei noch im Rennen, allerdings hauptsächlich aus taktischen Gründen, berichtet Reuters unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Die deutsche Lufthansa wollte den Rückzug des Wettbewerbs heute nicht kommentieren. Firmenchef Wolfgang Mayrhuber hatte in einem Ende September erschienenen Interview gesagt, der Konzern lasse sich bei Entscheidungen nicht von der Angst leiten, jemand anderer könnte ihm eine Airline "wegschnappen".
Angesichts des offenbar nicht überschäumenden Interesses von Lufthansa und der Forderung nach einer Verschiebung des Verkaufs von S7 dürfte der alte Zeitplan jedoch kaum zu halten sein. Analysten halten ein Platzen des Verkaufs für möglich. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lufthansa etwas bietet. Damit müsste der Bieterprozess gescheitert sein, außer Österreich ist bereit, Austrian an S7 zu verkaufen", sagte Luftfahrt-Analyst Nils Machemehl von der deutschen BHF-Bank. "Die Presse" berichtete am Abend vorab, dass die Lufthansa zwei Monate länger Zeit begehrt, um sich ein besseres Bild zu machen. Auch die Russen wollten mehr Zeit. (APA/red)

Der Artikel hat Ihnen gefallen? Wir freuen uns, wenn sie diesen teilen!





Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





Advertising




Tägliche Touristik News für Reisebüro Agents, Counter, Veranstalter, Fluglinien, Kreuzfahrten
Copyright © für alle Artikel: tip / tip-online.at & Profi Reisen Verlagsgesellschaft m.b.H.