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Urlaub in Corona-Zeiten - Deutsche warten ab


Sylter Strand bei Sonnenuntergang
Campingplatz an der Nordsee oder Ferienwohnung in Bayern statt Fernreise: Die Coronapandemie hat die Urlaubspläne vieler Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr durcheinandergewirbelt. Mit Buchungen für diesen Sommer halten sich viele Urlaubshungrige bisher noch zurück. 

Diese Beobachtung macht der Deutsche Ferienhausverband (DFV); Ausnahmen davon stellen besonders begehrte Ziele dar. Die Campingwirtschaft hofft daher auf Öffnungen spätestens zu Christi Himmelfahrt (13. Mai).

Zumindest im Sommerhalbjahr von Mai bis Oktober 2020 profitierten vor allem Vermieter von Ferienhäusern und Campingplatzbetreiber in Deutschland, wie aus Daten des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch hervorgeht. Obwohl vor allem die Gäste aus dem Ausland wegen der Pandemie großteils nicht anreisen konnten, zählten die Campingplätze im vergangenen Sommer 6,1% mehr Übernachtungen.

2020 war drittbestes Camping-Jahr

Auf das ganze Jahr gesehen gab es dann aber doch ein Minus von 5% im Vergleich zum Rekordjahr 2019. Vor allem im Frühjahr und zum Jahresende hatte es Lockdowns mit Beherbergungsverboten gegeben. Es war nach Angaben der Campingwirtschaft aber immer noch das drittbeste Jahr. Die Branche kam damit überdurchschnittlich gut durch die Krise. Wie sich die Geschäfte in diesen Jahr entwickeln werden, hängt vor allem von der Pandemie und den Entscheidungen der Politik ab.

„Wenn wir Himmelfahrt öffnen können, können wir in diesem Jahr mit einem blauen Auge davon kommen", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Campingwirtschaft, Christian Günther. „Die Vorausbuchungen für Himmelfahrt, Pfingsten und den Sommer sind besser als im Vorjahr." Aktuell gingen allerdings kaum noch neue Buchungen ein.

Geschäft mit Ferienwohnungen war rückläufig

Auch Ferienwohnungen wurden verstärkt von Menschen aus Deutschland genutzt, während Gäste aus dem Ausland im großen Maße ausblieben. Im Sommer ergab sich so ein leichter Zuwachs bei den Übernachtungen von 0,9 % während es im Gesamtjahr 13,7% weniger Übernachtungen in Ferienwohnungen gab als 2019. Das ist im Vergleich zum gesamten Beherbergungsgewerbe einschließlich der Hotels noch glimpflich, denn branchenweit betrug der jahresbezogene Rückgang sogar 39%.

Bei Privatvermietern, die nach Angaben des Branchenverbandes DFV rund 70 Prozent des Marktes ausmachen, dürfte die Entwicklung im vergangenen Jahr ähnlich gewesen sein. „Das ausgefallene Ostergeschäft und der zweite Lockdown ab Herbst haben die Bilanz 2020 massiv belastet", berichtete Michelle Schwefel, die Geschäftsstellenleiterin des Verbands.

2021: Unsicherheit steigt

Mit Blick auf die laufende Saison sagte Schwefel: „Wir erleben generell eine wachsende Buchungszurückhaltung. Die Menschen sind durch die Erfahrung des vergangenen Jahres verunsichert, als Reisen wegen der Pandemie abgesagt werden mussten." Aktuell liegt die Auslastung für diesen Sommer Schwefel zufolge bei 30 bis 80%.

Bei besonders beliebten Zielen, beispielsweise den Nordseeinseln oder der Ostseeinsel Usedom seien es etwa 80 Prozent. „Dort bekommt man nicht mehr unbedingt das Quartier, das man gerne haben möchte. Sehr beliebte Ziele und Unterkünfte sind im Sommer in der Regel immer sehr schnell ausgebucht." (APA/red)


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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