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Ryanair droht mit "einem Streik pro Monat"


Ryanair-Flotte
Weil die Verhandlungen mit der Ryanair-Geschäftsführung bislang keine Ergebnisse brachten, hat ein Zusammenschluss europäischer Gewerkschaften die Flugbegleiter nun zu einem europaweiten Streik aufgerufen.

Erst am Mittwoch legten in Deutschland stationierte Piloten und Flugbegleiter die Arbeit für 24 Stunden nieder. Nun sollen Flugbegleiter aus den fünf Ländern Belgien, Italien, Spanien, Portugal und Niederlande am 28. September ihre Arbeit niederlegen. Der Streikaufruf beschränke sich bislang auf die Flugbegleiter, könnte in einigen Ländern jedoch auf die Piloten ausgeweitet werden, sagte Didier Lebbe von der belgischen Gewerkschaft CNE/LBC. Außerdem, drohte er, könne es bald "einen Streik pro Monat" geben.

Die Gewerkschaften fordern für das Personal bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld. Eine konkrete Forderung sind Arbeitsverträge, die dem Recht des Wohnsitzlandes der Angestellten unterliegen. Bislang unterliegen alle Arbeitsverträge der Airline irischem Recht. Ryanair habe eine Umwandlung der Verträge bis 2022 versprochen, sagte Yves Lambot von der CNE/LBC der Nachrichtenagentur AFP. "Für uns ist das viel zu spät." Bereits 2019 sollten die Arbeitsverträge dem Recht des Wohnsitzlandes des Arbeitnehmers unterliegen, fügte er hinzu. Das entspräche zudem den Forderungen der EU-Kommission.

Ryanair hält an Low-Cost-Modell fest

Auch vom europaweiten Streikaufruf zeigte sich das Unternehmen am Donnerstag unbeeindruckt. Ryanair würde "die Kunden auf eine geringe Anzahl von Flugannullierungen hinweisen", die überwiegende Mehrheit der Flüge werde nicht betroffen sein, erklärte die Airline. Ein erster europaweiter Streik bei Ryanair am 10. August hatte zu rund 400 Flugausfällen geführt. Mehr als 55.000 Passagiere waren betroffen. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch in London bedauerte Ryanair-Chef Michael O'Leary die Arbeitsniederlegungen. Allerdings seien diese ein "notwendiges" Übel. Das Unternehmen müsse es bekämpfen, um sein Low-Cost-Modell zu erhalten. (apa/red)


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Foto: Michaela Trpin

Autor/in:

Redakteurin / Senior Editor

Michaela Trpin hat ihre Leidenschaft fürs Schreiben und Reisen, als Teil der Redaktion, zum Beruf gemacht. Im Verlag betreut sie die Themen Karibik, Lateinamerika und Luxusreisen. Nach ihrem Bachelorstudium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, konzentriert sie sich nun berufsbegleitend auf ihr Masterstudium "Crossmediale Marketingkommunikation".






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