Beliebteste Urlaubsländer erneut teurer

Die Österreicher erhalten in den beliebtesten Urlaubsländern im Durchschnitt nur mehr rund 20 Prozent mehr für ihren "UrlaubsEuro" als im Heimatland.

Seit dem Winter 2004 hat sich der Wert abermals verringert: Im Jahresvergleich ist der "UrlaubsEuro" rund 4 Prozent zurückgegangen. Bank-Austria-Ökonom Stefan Bruckbauer führt das jeweils zur Hälfte auf den schwächeren Euro und die höheren Preissteigerungen in den Urlaubsländern zurück. "Man kann auch sagen, der 'UrlaubsEuro' ist in Österreich mehr wert geworden." In Italien, dem nach wie vor beliebtesten Urlaubsland der Österreicher, habe sich die Tendenz höherer Preissteigerungen als in Österreich unvermindert fortgesetzt, hält der Experte in einer Pressemitteilung der Bank Austria fest. Die Preise (ohne Energie) hätten in Italien auch heuer wieder stärker als in Österreich zugelegt - mit rund 2 Prozent doppelt so stark. Aber auch in vielen anderen beliebten Urlaubsländern des Euroraums hätten sich die Preise heuer stärker als in Österreich erhöht.

Als zusätzlichen Beleg führt Bruckbauer die österreichische November-Inflationsrate (ohne Energie)an , die mit 1,1 Prozent zu einer der niedrigsten im Euroraum zählte. Nur in den Niederlanden und in Finnland seien die Preise weniger stark als in Österreich gestiegen.
Dem entsprechend habe sich auch der Wert des "UrlaubsEuro" in den beliebten Urlaubsdestinationen des Euroraums für die Österreicher erneut leicht verringert. In Kroatien und in der Türkei sei zur höheren Preissteigerung auch noch eine Aufwertung gegenüber dem Euro dazugekommen. Der schwächere Euro reduziert aber auch bei Fernreisen den Wert des "UrlaubsEuro". In den USA etwa ist er rund ein Zehntel weniger wert als vor einem Jahr.

Aufgewertet habe der Euro gegenüber der Währung wichtiger Urlaubsländer lediglich im Fall Ungarns und der Schweiz, allerdings sei das im Fall Ungarns durch die höhere Inflation überkompensiert worden. In der Türkei etwa erhält man laut Bruckbauer noch immer rund 50 Prozent mehr für sein Geld als in Österreich. In Kroatien und in Ungarn sind es rund 40 Prozent, in Tschechien und Slowenien rund 30 Prozent. "Bei den Winterdestinationen ist der 'UrlaubsEuro' etwa so viel wert wie in Österreich", berichtet Bruckbauer weiter. So bekommt man in Frankreich nach seinen Angaben nur 2 Prozent mehr, in Deutschland gleich viel und in Italien rund 2 Prozent weniger für seinen "UrlaubsEuro" als in Österreich. Deutlich mehr wert sei der "UrlaubsEuro" in Slowenien, deutlich weniger in der Schweiz. Trotz des schwächeren Euros ist der "UrlaubsEuro" in den USA weiterhin etwas mehr wert als zu Hause, laut Bruckbauer allerdings nur mehr rund 8 Prozent. (APA/red)

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