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AUA-Betriebsversammlung mit 500 Leuten
Am Flughafen Wien-Schwechat machen die Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter der Austrian Airlines (AUA) heute Mittwoch in einer zweigeteilten außerordentlichen Betriebsversammlung ihrem Ärger über die kurz nach dem Start erlahmte Kollektivvertragsrunde für die rund 3.500 kaufmännischen und technischen Angestellten (Bodenpersonal) Luft.
Sie fürchten arbeitsrechtliche Verschlechterungen vor allem bei den Technik-Leuten. Knapp 500 AUA-Beschäftigte haben sich bei Regenwetter zur kurz nach 10 Uhr begonnen ersten Protestversammlung vor der AUA-Zentrale eingefunden. Trotz kämpferischer Töne dürfte aber kein Streik in der Luft liegen. Der Chef der Privatangestelltengewerkschaft GPA-HDJ, Wolfgang Katzian, kündigte an, man werde nicht zulassen, dass die kleinen Arbeitnehmer die Zeche dafür zahlten, was das Management verbockt habe. Man werde die AUA-Mitarbeiter nicht im Regen stehen lassen, betont die Gewerkschaft. Wer meine, die Krise in der internationalen Luftfahrt und den laufenden AUA-Verkaufsprozess ausnützen zu können, um die Mitbestimmung in der Technik wegzuräumen, sei auf dem Holzweg, deponierte Katzian.
"Keiner von uns ist an einem Streik interessiert", sagte Boden-Betriebsratschef Alfred Junghans zur APA. Dem Vorstand warf er vor, es Anfang der Woche in der bisher letzten Verhandlungsrunde darauf angelegt zu haben, dass es kein Ergebnis gab, und insgesamt eine Politik der verbrannten Erde zu fahren. "Jeder Techniker wird zur Verantwortung gezogen, wenn er eine Schraube vergisst.". Junghans will auch die verantwortlichen Aufsichtsräte von der ÖIAG für die "Regiefehler" der AUA-Spitze in die Pflicht genommen wissen.
Während der etwa halbstündigen Versammlung am Vormittag - an der vor allem etliche von Schichtplan-Änderungen betroffenen Techniker und Mechaniker teilnahmen - habe es keinerlei Beeinträchtigungen im Flugbetrieb gegeben, wurde von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite versichert. Um 14 Uhr wird die Betriebsversammlung in der "Technik" und unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Nach einer ergebnislosen Verhandlungsrunde um die am 1. November fälligen Gehaltserhöhungen und um geplante arbeitsrechtliche Änderungen vor allem für Werftmitarbeiter war der Streit in der Nacht auf Dienstag eskaliert. (APA/red)
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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