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Verkehrsbüro will Privatisierung der ÖW
Österreichs größter Tourismuskonzern, das Verkehrsbüro, spricht sich für eine teilweise Privatisierung der Österreich Werbung (ÖW) aus und kann sich auch selbst eine Beteiligung am größten heimischen Marketingverbund vorstellen.
Die ÖW müsse enger mit der Wirtschaft zusammenarbeiten, forderte Verkehrsbüro-Chef Dieter Toth gestern, Dienstagabend, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit der TUI Austria. Die ÖW gehört zu 75% dem Bund und zu 25% der WKÖ. Der heimische Tourismus werde heuer nur dank dem boomenden Städtetourismus bei den Nächtigungen eine "schwarze Null" schreiben, die Ferienhotellerie entwickle sich hingegen sehr verhalten, berichtete Toth. "Wir haben ein sensationelles Produkt mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis, scheitern aber am professionellen Vertrieb und der Produktgestaltung im Ausland", meinte Toth. Eine gute Produktentwicklung sei nur mit Praktikern möglich. "In die Struktur der ÖW gehören daher mehr private Unternehmen hinein, die den Puls am Markt haben, denn Theorie und Praxis klaffen oft auseinander", so Toth, der überlegt, diesbezüglich "die zuständigen Gremien zu kontaktieren". Toth kann sich auch "ohne weiters vorstellen", dass sich das Verkehrsbüro an der ÖW beteiligt. Wie viel Geld das Verkehrsbüro dafür in die Hand nehmen müsse, habe er allerdings noch nicht überlegt.
Österreich fehle eine konstante mittel- bis langfristige Vermarktungslinie, glaubt auch der Vorstandsvorsitzende der TUI Austria Holding, Franz Leitner. Jedes Jahr werde etwas anderes gemacht, dabei habe Österreich als Urlaubsland "sehr viel zu bieten". Das "Österreichische" - nämlich Freundlichkeit, Natur, Service - werde "nicht so gut vermarktet". Eine Beteiligung der TUI an der ÖW sei jedoch kein Thema. (APA/red)
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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