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GetAway Group: Urlaubspakete werden zum Umsatztreiber
Im Kurzreisesegment verschiebt sich der Wettbewerb zunehmend weg vom günstigsten Übernachtungspreis hin zu klar kalkulierbaren Urlaubspaketen.
Das geht aus der Kurzreise-Analyse 2026 der GetAway Group hervor, die auf mehreren Millionen Buchungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie angrenzenden Quellmärkten aus den Jahren 2024 und 2025 basiert. Die Auswertung zeigt, dass sich strukturierte Arrangements vom Zusatzangebot zum zentralen Umsatzfaktor im Hotelmarkt entwickeln. Sie erhöhen die Buchungswahrscheinlichkeit, verlängern Aufenthalte und steigern die durchschnittlichen Buchungswerte.
Längere Aufenthalte und steigende Nachfrage
Parallel dazu ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Kurzreisesegment gestiegen – von 2,5 Nächten im Jahr 2024 auf 2,7 Nächte aktuell. Besonders gefragt sind Aufenthalte zwischen drei und fünf Nächten. Zudem gewinnen Familien- und Mehrgenerationenreisen an Bedeutung. Auch All-Inclusive-Angebote verzeichnen ein wachsendes Interesse. Laut Analyse stehen dabei vor allem Planbarkeit und transparente Endpreise im Fokus der Gäste, was die Buchungsentscheidung erleichtert.
Angebot gewinnt gegenüber Lage
Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist auch die wachsende Bedeutung des konkreten Angebots im Vergleich zur Destination. Neben etablierten Regionen profitieren zunehmend auch weniger bekannte Gebiete vom Arrangement-Geschäft. Beispiele dafür sind Zuwächse im Teutoburger Wald/Ostwestfalen (+15,0%), im Thüringer Wald (+14,9%) und im Sauerland (+7,5%) im Jahr 2025 gegenüber 2024. Damit verschiebt sich der Wettbewerb: Nicht mehr allein die Lage entscheidet, sondern das Gesamtpaket aus Leistungen und Preisstruktur.
Arrangements steigern Umsatzpotenziale
Den Plattformdaten zufolge führen Arrangements zu längeren Aufenthalten, höheren Buchungswerten und einer besseren Auslastungsverteilung. Gleichzeitig sinkt die Vergleichbarkeit über reine Zimmerpreise. Die Pakete bündeln Leistungen wie Gastronomie, Wellness oder Zusatzangebote zu einem klar definierten Produkt. Entscheidend ist dabei weniger die Anzahl der enthaltenen Leistungen als deren nachvollziehbare Struktur.
Damit ergibt sich großes Potenzial für die Hotellerie: Wie die GetAway Group in der Aussendung abschließend betont besteht laut Analyse bei vielen Hotels bereits eine gute Ausgangsbasis, da zentrale Leistungsbausteine oft vorhanden sind. Die Herausforderung liege in der strukturierten Bündelung und marktorientierten Aufbereitung dieser Angebote, um zusätzliche Wertschöpfung zu generieren. „Arrangements ermöglichen es Hotels, vorhandene Stärken sichtbarer zu machen und gezielt Wertschöpfungspotenziale zu heben. Gerade in einem preissensiblen Umfeld schaffen strukturierte Pakete Stabilität und Differenzierung", fasst es Stephan Kloss, Geschäftsführer der GetAway Group zusammen. (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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20 März 2026
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