AUA: Fokus auf zukunftsfähigen Luftfahrtstandort


Austrian CEO Annette Mann und COO Stefan-Kenan Scheib
Trotz einem soliden Ergebnis mit einem Adjusted EBIT von 81 Mio. EUR muss Austrian Effizienz und Ertrag steigern. Das kann nur über einen zukunftsfähigen Luftfahrtstandort gelingen.
 

„Mit einer Marge von 3,2% liegen wir um rund 50% unter dem Durchschnitt europäischer Airlines“, erläutert AUA-CEO Annette Mann. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, brauche es eine höhere Ertragskraft und eine kräftige Standortentlastung. Das solide Ergebnis von 81 Mio. EUR sollte allerdings nicht über die niedrige Gewinnspanne täuschen. Für 2025 hatte die IATA einen europäischen Margendurchschnitt von ca. 6,8% prognostiziert, also mehr als doppelt so viel wie die 3,2% der AUA.

„Wir arbeiten weiterhin permanent daran, unsere eigenen Strukturen effizienter zu machen. Gleichzeitig fokussieren wir uns auf die Gestaltung eines wettbewerbsfähigen Luftfahrtstandortes“, so Mann weiter. Für die Luftfahrt ist Österreich – gleich nach Deutschland – das zweitteuerste Land. Die Kosten seien doppelt so hoch wie der EU-Schnitt, führt Mann aus. Sie geht nicht davon aus, dass die Belastungen von heute auf morgen reduziert würden. Vielmehr müsse das mit den Partnern – allen voran der Flughafen Wien und die Regierung – schrittweise umgesetzt werden. Ziel dabei sei, für die 2030er-Jahre einen wettbewerbsfähigen Luftverkehrsstandort zu sichern. „Wir sind mitten in guten Gesprächen“, so Mann.

Aus Krisen gelernt

Als Reaktion auf den Krieg im Nahen Osten hat Austrian die Flüge in den Iran vorerst bis Ende April ausgesetzt. Aktuell gebe es keine Linienflüge in die Region, die Überflüge wurden reduziert, berichtet COO Stefan-Kenan Scheib. Im Auftrag des Außenministeriums wurden gestern 400 Passagiere aus dem Nahen Osten zurückgeholt. Im Moment sind nur die Passagen über Saudi-Arabien oder über das Schwarze Meer und Aserbaidschan in Richtung Asien möglich. Die Linienflüge der AUA nach Bangkok, Shanghai oder auf die Malediven werden planmäßig durchgeführt.

Für Prognosen, wie sich der Konflikt auf das Reiseverhalten auswirken werde, sei es noch zu früh, heißt es. Wenn sich die Reiseströme verändern, werde die AUA entsprechend reagieren. „Wir haben aus den Krisen der letzten Jahre gelernt“, zeigt sich Annette Mann zuversichtlich. Sollte sich der Krieg länger hinziehen, so könnte für die Sommermonate das Angebot rund ums Mittelmeer aufgestockt werden. (red.)


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Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach mehr als 30 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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