Michael Dorka, LTA: Kundenezufriedenheit an erster Stelle


Dr. Michael Dorka
LTA-Geschäftsführer Michael Dorka spricht über 20 Jahre Unternehmensentwicklung, neue Gesellschafterstrukturen und Expansion in Österreich.

Seit etwas mehr als zwei Jahrzehnten ist das deutsche Familienunternehmen LTA als Spezialist für Reiseversicherungen am Markt. Über Meilensteine, Expansion, Gesellschafterstruktur und Produkt-Innovationen spricht Geschäftsführer Michael Dorka im Interview mit tip.

LTA hat letztes Jahr ihren 20. Geburtstag gefeiert – was waren die wichtigsten Meilensteine?
Michael Dorka: 2005, als LTA vom Familienunternehmen Ulrich gegründet wurde, haben wir als erste mit dem Jahresschutz begonnen. Es gab den „All-In-One“-Tarif in zwei Stufen: Für Einzelreisende mit einem Reisepreis bis 5.000 EUR und für Familien bis 10.000 EUR. Auf Nachfrage der Reisebüros kamen schließlich auch Tarife für einzelne Reisen hinzu, später dann flexible Produktlinien mit kombinierbaren Modulen. Das Jahr 2023 markierte einen bedeutenden Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Mit einer umfassenden Überarbeitung des Tarifsystems im Jahresreiseschutz wurden noch flexiblere und kundenfreundlichere Versicherungslösungen geschaffen.

Wie sieht die Preisstaffelung aus?
M. D.: Paare und Familien können aus dreizehn Tarifstufen von 1.500 bis 25.000 EUR versichertem Reisepreis wählen. Alleinreisende und Alleinerziehende profitieren von elf Tarifstufen bis 20.000 EUR. Diese Optimierung zahlte sich aus: Bereits im ersten Quartal 2024 konnte LTA den Umsatz des gesamten Vorjahres erreichen.

LTA hat gerade wieder eine Auszeichnung erhalten ….
M. D.: Ja, als fairster Reiseversicherer. In der Studie von Service Value in Kooperation mit Focus Money haben wir unter 37 Anbietern den ersten Platz belegt. Untersucht wurden Fairness und Kundenorientierung bei der Schadenregulierung. Seit neun Jahren landen wir hier stets ganz vorne.

Seit wann bist du bei LTA?
M. D.: Seit 2013. Damals waren wir relativ klein. Jetzt hat sich das Team vervierfacht. Vom Umsatz her sind wir in Österreich die Nr. 4 und in Deutschland die Nr. 5.

Wir fühlen uns mit kleinen Veranstaltern ganz wohl.

Seit wann seid ihr in Österreich aktiv?
M. D.: Der Markteintritt in Österreich erfolgte 2008 mit einer eigenständigen Niederlassung in Salzburg. So konnten wir die Anzahl der Partner sukzessive steigern. 2022 expandierten wir in die Niederlande.

Auf welche Vertriebskanäle setzt ihr?
M. D.: Reisebüros sind ein wichtiger Vertriebsweg. Wir kooperieren aber auch mit Maklern, Makler-Pools und verkaufen direkt und über kleine Reiseveranstalter. Wir fühlen uns mit kleinen Veranstaltern ganz wohl, wir sind auch ein klein-mittelständisches Unternehmen.

Letztes Jahr gab es Änderungen in der Gesellschafter-Struktur…
M. D.: Ja, unser Gesellschafter Wolfgang Ulrich hat 51% seiner Geschäftsanteile an das Hanseatic Broking Center (HBC) abgegeben. 49% verbleiben bei der Familie Ulrich. Eine Konstellation mit klaren Vorteilen: Die Zugehörigkeit zu einer großen Unternehmensgruppe bietet uns neue Wachstumschancen. Auch sind viele Prozesse und die permanent wachsenden Anforderungen an die IT in dieser Aufstellung besser zu bewältigen als allein. Auch mit Blick auf die für uns wichtige Risikoträgerschaft eröffnen sich neue Möglichkeiten, weshalb wir zum 1. Dezember 2025 zur ERGO Reiseversicherung, unserem neuen Risikopartner, gewechselt sind. Ansonsten hat sich für die LTA bisher seit dem Einstieg von HBC wenig geändert.

Wir müssen uns nicht ständig neu erfinden

Was sind die nächsten Schritte?
M. D.: In Österreich wollen wir weiter wachsen und das Produkt spitzer gestalten. Was wir heute tun, wollen wir morgen noch besser machen. Kontinuität ist mir wichtig - ich halte wenig davon, immer neue Baustellen aufzumachen.

Gibt es Neuheiten beim Produkt?
M. D.: Ja, seit 1. Dezember 2025 ist bei einer Reiseversicherung inklusive Stornoschutz automatisch das Fluggastrecht inkludiert. Das ist eine echte Innovation, damit haben wir einen klaren USP. Ich wüsste nicht, wer das im Markt sonst noch hat. Das wird sehr gut angenommen. Unser Partner dabei ist Passengers‘ Friend. Der kümmert sich um den Anspruch, wenn es Flugverspätungen oder -annullierungen gibt. Der Kunde erhält die Leistung dann ohne Abzug und muss sich um nichts kümmern.

Möchtest du noch etwas hinzufügen?
M. D.: Ja, wir müssen uns nicht ständig neu erfinden - schauen aber dennoch, dass wir Innovationen auf den Weg bringen.

Das Gespräch führte Elo Resch-Pilcik

(red)


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Autor/in:

Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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