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Pilgerstraße in Jerusalem erstmals vollständig geöffnet
Die Pilgerstraße in Jerusalem (Pilgrimage Road) ist erstmals wieder in ihrer gesamten Länge begehbar und für Besucher:innen zugänglich.
Ein neues Highlight für Israel-Reisende bietet sich in der Altstadt Jerusalems: Die Pilgerstraße ist erstmals seit rund 2.000 Jahren wieder in ihrer gesamten Länge begehbar. Der steingepflasterte Hauptweg aus der Zeit des Zweiten Tempels führte einst von der Siloah-Quelle hinauf zum Tempelberg und ließ auf seinem Weg zu den großen Festen Jerusalems Millionen Pilger die ursprüngliche Hauptstraße passieren. Die vollständige Öffnung der Straße zählt zu den bemerkenswertesten archäologischen Ereignissen im Heiligen Land.
Zeitreise unter Jerusalems Altstadt
Die Ausgrabungen entlang der Route zeichnen ein Bild vom antiken Alltag: Münzen, Händlergewichte und ein Stein-Messtisch deuten darauf hin, dass es sich um eine Marktstraße mit Läden und Verkaufsständen gehandelt hat. Direkt unter dem Pflaster offenbarte sich dann auch noch eine zweite Ebene der Geschichte: einen ausgedehnten Wasserkanal. Auch in diesem unterirdischen Gang kamen Fundstücke ans Licht, darunter Küchengefäße, Ton-Öllampen, Hunderte antike Münzen und sogar das Schwert eines römischen Soldaten.
Weiters wurde in der Aussendung mitgeteilt, dass sich im Zuge der Offenlegung auch die Forschungsperspektive verändert hat. Entgegen früheren Annahmen, nach denen das Viertel Wohnort arbeitender Familien war, zeigen neue Hinweise, dass hier vermutlich eher die wohlhabende Elite Jerusalems lebte. Noch überraschender sei, dass aktuelle Studien darauf hindeuten, dass ausgerechnet Pontius Pilatus, der römische Statthalter, als Initiator des Bauprojekts infrage kommt und nicht, wie lange vermutet, König Herodes. (Red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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