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ÖAMTC: Neue Maut- und Vignettenregelungen in Europa
Mehrere europäische Länder passen 2026 ihre Maut- und Vignettensysteme an, darunter Ungarn, Bulgarien und Kroatien.
Ob Urlaubsreise oder Transitfahrt: Wer mit Pkw, Motorrad oder Wohnmobil in Europa unterwegs ist, muss unterschiedliche Maut- und Vignettenregelungen beachten. Die Systeme reichen von streckenabhängiger Maut, etwa in Italien, Frankreich oder Kroatien, bis zu zeitabhängigen Vignetten wie in der Schweiz oder Slowenien. Auch im Jahr 2026 treten mehrere Änderungen in Kraft, die für Reisende relevant sind. Einen Überblick zu Mautsystemen, Vignetten, Sondermauten und Fahrbeschränkungen bietet der ÖAMTC unter www.oeamtc.at/maut-in-europa .
Neue Vignetten in Bulgarien und Ungarn
Bulgarien führt mit 3. Februar 2026 eine Tagesvignette ein. Diese kostet 8 BGN (rund 4 EUR) und richtet sich insbesondere an Transitfahrende. Die Tagesvignette ergänzt die bestehenden zeitabhängigen Vignettenmodelle.
In Ungarn werden zusätzlich zur landesweiten Jahresvignette neue regionale Jahres-E-Vignetten angeboten. Neu ist unter anderem die regionale Jahresvignette „M1“, gültig für die westungarischen Komitate Pest, Fejér, Komárom-Esztergom und Győr-Moson-Sopron. Diese Vignetten sind seit Anfang 2026 erhältlich und stellen vor allem für AutofahrerInnen im Grenzgebiet eine kostengünstige Alternative zur landesweiten Jahresvignette dar, mit einer möglichen Ersparnis von rund 120 EUR. Zu beachten ist, dass regionale Vignetten nur innerhalb der jeweiligen Gültigkeitsbereiche verwendet werden dürfen. Seit Jahresbeginn sind zudem auch Wohnmobile über 3,5 t vignettenpflichtig.
In Slowenien wurden für 2026 weder neue Vignetten eingeführt noch Preise angepasst. Neu ist jedoch, dass seit 1. Jänner 2026 für die Nutzung der Küsten-Schnellstraße sowie der Schnellstraßen H5 und H6 keine E-Vignette mehr erforderlich ist. Diese Regelung gilt bis zur Fertigstellung der Schnellstraße Koper–Dragonja.
Kroatien stellt auf E-Maut um
Kroatien beginnt ab Herbst 2026 mit der schrittweisen Einführung eines digitalen E-Mautsystems. Die bisherigen Mautstationen auf den Autobahnen sollen nach und nach ersetzt werden. Der landesweite Start des neuen Systems ist für den 1. März 2027 vorgesehen. Für die Sommerreisesaison 2026 bleibt das bestehende System jedoch unverändert: Bis einschließlich August 2026 kann die Maut weiterhin direkt an den Mautstellen bezahlt werden.
Digitale Vignetten nur über offizielle Stellen
Digitale Vignetten bieten den Vorteil, dass keine Klebevignette mehr notwendig ist. Gleichzeitig weist der ÖAMTC auf Online-Verkaufsportale hin, die zwar legal agieren, jedoch zusätzliche Gebühren für die Kennzeichenregistrierung verlangen. Empfohlen wird daher der Kauf ausschließlich über offizielle Vertriebsstellen. Der ÖAMTC bietet beispielsweise an seinen Stützpunkten auch Vignetten für die Schweiz und Slowenien an. Ein rechtzeitiger Erwerb vor Fahrtantritt hilft, unnötige Kosten und Strafen zu vermeiden, da die Mautpflicht in vielen Ländern ab dem ersten Autobahnkilometer gilt. (red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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27 Januar 2026
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