Flughafen Wien: Rekordjahr 2025, leichter Rückgang 2026


Flughafen Wien AG
Der Flughafen Wien blickt auf ein Rekordjahr zurück; für 2026 wird nun ein leichter Rückgang bei den Passagierzahlen bei gleichzeitig stabilen Finanzergebnissen erwartet.

Wie der Flughafen Wien heute mitteilte, wurde das Jahr 2025 mit neuen Höchstwerten abgeschlossen. Sowohl am Standort Wien als auch auf Gruppenebene wurden laut Aussendung Passagierrekorde erzielt, zudem erreichte das Frachtaufkommen ein neues Allzeithoch. Für 2026 rechne die Flughafen Wien AG zwar mit einem leichten Rückgang bei den Passagierzahlen, das Gesamtaufkommen soll jedoch auf hohem Niveau bleiben.

Im Gesamtjahr 2025 nutzten 32.559.115 PassagierInnen den Flughafen Wien, ein Plus von 2,6% gegenüber dem Vorjahr. In der Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Beteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice wurden 43.446.207 Reisende gezählt (+4,9%). Das Frachtaufkommen stieg auf 313.763 Tonnen, was einem Zuwachs von 5,3% entspricht.

Details PassagierInnenzahlen 2025

Die Zahl der LokalpassagierInnen am Standort Wien erhöhte sich 2025 um 3,5% auf 25.735.347 Reisende, während die TransferpassagierInnen um 2,9% auf 6.563.414 zurückgingen. Der Sitzladefaktor lag mit 80,5% nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Die Flugbewegungen nahmen um 2,7% auf 240.360 Starts und Landungen zu.

Auch die internationalen Beteiligungen entwickelten sich positiv: Der Flughafen Malta überschritt mit 10.061.969 PassagierInnen (+12,3%) erstmals die Marke von 10 Mio. Reisenden, der Flughafen Kosice verzeichnete 825.123 PassagierInnen (+12,2%).

Beliebteste Reiseziele ab Wien

Zu den meistfrequentierten Urlaubsdestinationen ab Wien zählten 2025 Antalya, Mallorca und Barcelona. Auf der Langstrecke lagen Bangkok, New York und Taipeh an der Spitze. Die beliebtesten Reiseländer waren Deutschland, Spanien und Italien. Das stärkste Passagierwachstum verzeichneten die Türkei, Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Ausblick: Hohes Niveau trotz Rückgang

Für 2026 erwartet der Flughafen Wien rund 30 Mio. PassagierInnen am Standort Wien sowie etwa 41,5 Mio. Reisende in der Flughafen-Wien-Gruppe inklusive Malta und Kosice. Positiv wirken sich angekündigte Angebotserweiterungen von Austrian Airlines sowie weiterer Fluglinien aus, ebenso die anhaltend starke Entwicklung des asiatischen Marktes. Gleichzeitig steigt der Kostendruck. Ryanair und Wizz Air reduzieren ihre Kapazitäten in Wien und verlagern Streckenangebote nach Bratislava, wo keine nationale Flugabgabe erhoben wird. Um seine Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, setze der Airport daher auf eine Entgeltreduktionen. Dazu teilt Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, in der Aussendung mit:

„2026 rechnen wir mit einem leichten Passagierrückgang, das Gesamtaufkommen bleibt allerdings weiterhin auf hohem Niveau. Gleichzeitig steigt der Kostendruck deutlich. Das zeigt die Herausforderungen für die österreichischen Luftfahrtstandorte, die auch der Flughafen Wien spürt." Weiter erklärt Jäger: "Mit unserer Entgeltreduktion steigern wir zwar unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit, erforderlich wäre aber zusätzlich eine Abschaffung oder zumindest signifikante Reduktion der staatlichen Flugabgabespürt." Die aktuelle Passagier- und Finanz-Guidance für 2026 basiere auf der Annahme, dass es zu keinen weiteren geopolitischen Auswirkungen oder massiven Verkehrsbeschränkungen kommt.

Finanzausblick und Investitionen

Finanziell plante die Flughafen Wien AG für 2026 mit einem Umsatz von rund 1.050 Mio. EUR, einem EBITDA von etwa 415 Mio. EUR sowie einem Periodenergebnis vor Minderheiten von rund 210 Mio. EUR . Trotz Tarifsenkung von 4,6% und erwartetem Passagierrückgang soll damit ein stabiles Ergebnis auf dem Niveau von 2025 erreicht werden, gestützt durch ein Sparprogramm bei Sach- und Personalkosten. Die Investitionen sollen auf rund 330 Mio. EUR steigen und fließen unter anderem in die Terminal-3-Süderweiterung, den Office Park 4 NEXT sowie den Bau der neuen Schengen-Außengrenze Österreichs am Flughafen Wien. (APA / red) 


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Autor/in:

Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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