TUI startet mit mobiler Reiseberatung in Österreich


TUI bringt mit TLT Urlaubsreisen eine mobile Vertriebslösung nach Österreich
Mit TLT Urlaubsreisen erweitert TUI Österreich das bisherige Vertriebskonzept um mobile Reiseberatende.

Die TUI-Tochter TLT Urlaubsreisen GmbH (TLTU) ist mit Stichtag 14. Jänner auch in Österreich aktiv. Für „Europas größte Organisation für mobile Reiseberatung“, so die Definition von Geschäftsführer André Repschinski, sind in Deutschland aktuell rund 700 ReiseberaterInnen – fast 95% sind weiblich – als eigenständige UnternehmerInnen tätig. Gegründet wurde die TUI-Tochter 2005. Zum 20-Jahr-Jubiläum im Vorjahr wurde ein Markenrelaunch vollzogen. Unter dem neuen Namen „Reiseberatung powered by TUI“ wurden die drei bisherige Marken für mobile Reiseberatung, Take Off, Holiday Profis und Feria, zusammengeführt.

Persönlich und professionell

„Kundinnen und Kunden wollen heute keine Standardberatung, sondern wünschen persönliche Expertise, flexibel und genau dann, wenn sie gebraucht wird. Inmitten des Informationsdschungels wird individuelle Reiseberatung zum Game Changer und schafft echten Mehrwert“, erklärt André Repschinski.

Die DNA sei „persönliche und professionelle Reiseberatung“. Überlegt habe man den Markteintritt schon längere Zeit, fügt Gottfried Math, Geschäftsführer TUI Österreich hinzu. Der Markenrelaunch habe letztlich den Ausschlag gegeben, jetzt durchzustarten. Österreich ist der erste Markt außerhalb Deutschland, in den TLTU expandiert. Weitere Länder könnten folgen. „Die mobile Reiseberatung ergänzt unser stationäres Netzwerk optimal und bringt die TUI-Expertise direkt zu den Menschen, genau dorthin, wo sie sich am wohlsten fühlen“ fügt Math hinzu.

Eine Gefahr, dass Counterkräfte aus den Filialen in die Selbstständigkeit abwandern, sieht Math nicht. Im Gegenteil. „Wir sehen darin eine optimale Möglichkeit, Potenzial zu halten.“ Gerade für junge Mütter, die nach der Karenz wieder in den Beruf einsteigen wollen, sei die mobile Reiseberatung optimal. Und oft erfolge, wenn die Kinder größer sind, wieder die Rückkehr in den stationären Vertrieb, erzählt Repschinski von seiner Erfahrung in Deutschland. „Die mobile Reiseberatung ist aber nicht auf junge Mütter beschränkt. Auch für viele Junge, die keinen 9 to 5-Job haben wollen oder viel Wert auf Work-Life-Balance legen, ist das Modell interessant“, ergänzt Heinz Zangerl, Vertriebsleiter TUI Österreich.

Die Stärken: Support und Marke

Als besondere Stärke von TLTU nennt Repschinski das umfassende Full Service-Angebot. Für die Bereiche Betreuung & Support sowie Buchungsmanagement stehen rund 20 Mitarbeitende in der Zentrale in Hannover zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es acht Regional-ManagerInnen für die operative Betreuung der mobilen Reiseprofis sowie zwei Regional-ManagerInnen für Technik und IT. Dazu kommen eine eigene TUI-Agenturnummer (keine Sammelagentur), ein umfassendes Marketing-Service, Social Media-Vorlagen, Abrechnungs-Full Service mit monatlicher Sammelgutschrift, technische Komplettlösungen sowie auf Wunsch eine eigene URL auf Reiseberatung.de zur besseren Sichtbarkeit.Herzstück der digitalen Infrastruktur ist das CRM-Tool „JoyStik“ das Vertriebs- und Marketingfunktionen bündelt.

Aktuell sind rund 140 Veranstalter, Reedereien und Flugpartner buchbar. Dazu kommen auch österreichische Spezial-Veranstaltern, die auf diese Weise einfachen Zugang zum deutschen Markt bekommen.

Voraussetzung: Befähigungsnachweis

Grundvoraussetzung, um als mobile Reiseberaterin zu arbeiten, ist ein Konzessionsnachweis und eine Gewerbeanmeldung. Auch in Deutschland, wo für das Betreiben eines Reisebüros keine Konzession erforderlich ist, stellt TLTU hohe Anforderungen an die Qualifizierung, um die Qualität der Beratung sicherzustellen.

Da der wirtschaftliche Druck nicht hoch sei, gehe man auch nicht aggressiv in den Markt, erklärt Gottfried Math. Bis zum Sommer sollten zehn, bis Jahresende 30 mobile Beratende für TLTU in Österreich unterwegs sein. „Das wäre ein guter Erfolg. Aber es get nicht um Geschwindigkeit“, so Math.

Geringes Risiko

Die Investitionskosten für die Selbstständigkeit als mobile Reiseberaterin halten sich in Grenzen. Neben den Kosten für die Gewerbeanmeldung fallen pro Monat in der Basisversion 50 EUR an. Für Erweiterungen wie etwa den Cruise Compass für Kreuzfahrtbuchungen kommen weitere 20 EUR dazu. Das Starter-Paket „Mobile now!“ verspricht Sonderkonditionen von bis zu 9% ab der ersten Buchung. Die Jahresumsätze in Deutschland liegen zwischen 10.000 und 3 Mio. EUR, berichtet Repschinski.

In Österreich ist bisher nur weg.de die joe24 ReiseGmbH unter der Leitung von Günther Gross als Anbieter für mobile Reiseberatung sei 2022 aktiv. (red.)


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Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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