Ruefa Reisekompass: Reiselust ist ungebrochen


Verkehrsbüro-Vorständin Birgit Wallner und Ruefa-Geschäftsführer Michele Fanton
Die Prognosen, die sich aus der jährlich durchgeführten Studie ableiten lassen, deuten auf ein starkes Reisejahr 2026 hin.

1.550 Online-Interviews, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 18 Jahren, hat Marketagent im Auftrag von Ruefa Reisen im vergangenen November durchgeführt. Das Ergebnis lässt Zuversicht aufkommen: Die Reiselust der Österreicher:Innen ist trotz diverser Herausforderungen ungebrochen. 90% aller Befragten, ein Prozent mehr als im Vorjahr, wollen 2026 zumindest einmal verreisen. Das entspricht einem Niveau wie 2015/16. Das durchschnittliche Urlaubsbudget liegt bei 2.209 EUR pro Person, um 136 EUR mehr als 2025. „Das ist für uns ein Sinnbild, welchen Stellenwert das Reisen für die Österreicherinnen und Österreicher hat“, erklärt Verkehrsbüro-Vorständin Birgit Wallner.

Rückblick 2025

Im Vorjahr betrug die durchschnittliche Urlaubsdauer bei österreichischen Reisenden 20 Tage, einen Tag mehr als 2024. 22% gönnten sich zwei Urlaube, 19% drei und 18% einen. 25% der Reisen dauerten zwischen 8 und 14 Tagen, 23% zwischen 15 und 21 Tagen, 20% bis zu sieben Tagen und 18% zwischen 22 und 31 Tagen. 14% waren gar noch länger unterwegs. Im Schnitt lagen die Ausgaben pro Person bei 2.170 EUR. „Die Österreicher:innen waren 2025 erneut ausgesprochen reisefreudig. Unter nicht immer ganz einfachen Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, das Jahr insgesamt stabil zu gestalten“, betonen Birgit Wallner und Michele Fanton, Geschäftsführer Ruefa. Nach einer starken Frühbucher-Phase war die Nachfrage für Juli verhalten, der August dann allerdings wieder gut gebucht. Insgesamt brachte das Jahr Ruefa bei Umsatz und Passagieren ein – nicht näher definiertes – einstelliges Plus. Für 2026 zeichnet sich aktuell eine überaus positive Entwicklung ab: Der Umsatz liegt zweistellig im Plus, die Zahl der Passagiere einstellig. „Wir würden uns freuen, wenn wir diese Zuwächse bis Ende Dezember mitnehmen könnten“, weiß Michele Fanton dennoch, dass das derzeitige Aufkommen kaum anhalten wird.

Budget steigt mit dem Alter

Im Schnitt planen die Urlaubenden Aufenthalte von 21 Tagen, was zwei Tage mehr ist als im Vorjahr. Aufgeteilt wird diese Spanne meistens auf zwei Reisen (29%). 23% konzentrieren sich auf einen Urlaub, 22% gönnen sich drei. 14% machen vier Mal Urlaub, 12% noch öfter. Für den Haupturlaub werden durchschnittlich 12 Tage eingeplant, einen Tag mehr als 2025. Das durchschnittliche Budget liegt bei 2.209 EUR pro Person. Anders als in den Vorjahren zeigt sich für 2026, dass die finanziellen Mittel für Reisen mit zunehmendem Alter kontinuierlich mehr werden. Die Gen Z (1994-2010) startet bei 1.938 EUR pro Person, die Baby Boomers (1946-1964) kommen auf 2.630 EUR und Traditionalisten (1922-1945) können auf 4.444 EUR zurückgreifen. Über die höchsten Urlaubsbudgets verfügen Reisende aus Tirol mit durchschnittlich 2.517 EUR, gefolgt von Wien mit 2.428 EUR und Burgenland mit 2.349 EUR.

Baden, Städte, Wellness

Von der aktuellen Wirtschaftslage lassen sich 43% - 2% mehr als 2025 – bei ihrer Urlaubsplanung nicht beeinflussen. Sie wollen zwar sparen, aber nicht beim Urlaub. 15% wollen auf die günstigere Nebensaison ausweichen, 13% Frühbucher-Angebote nutzen und 12% am Urlaubsort sparen. Bei den Urlaubsraten steht weiterhin Baden und Strandurlaub an der Spitze: für 54% die beliebteste Urlaubsform - mit einem Zuwachs von 4% gegenüber dem Vorjahr die markanteste Steigerung. Mit 41% liegen Städtereisen auf Platz zwei, gefolgt von Wellness- und Erholung mit 35%. 12% setzen auf Ski- und Winterurlaub und immerhin 6% planen eine Kreuzfahrt. Die stärksten Zuwächse verzeichneten Badereisen, Städte, Ski- und Winterurlaub sowie Kreuzfahrten.

Die Hauptreisezeit ist nach wie vor Juli und August, obwohl nur 29% der Österreicher:Innen sich bei der Reiseplanung nach Schulferien richten müssen. Gut nachgefragt sind auch die Monate Mai, Juni und September. 43% reisen als Paar, 26% mit Familie, 10% solo und weitere 7% mit Freund:Innen und Kolleg:Innen. 80% der Befragten wollen ins europäische Ausland, 66% bleiben in Österreich und 23% setzen auf Fernziele.

Das Länderranking in Europa führt Italien (32%) an, gefolgt von Kroatien (23%) und Deutschland (19%). Bei den Fernreisen hat Thailand (15%) die USA (11%) überholt. Aktuell liegen die USA, früher die umsatzstärkste Ferndestination bei Ruefa, bei den Wunschzielen der Befragten um 5% hinter dem Vorjahr. Bis 2027 prognostiziert Michele Fanton für die USA ein kumuliertes Minus von fast 50% gegenüber 2024 bei den Buchungen.

Vertrauen in Spezialisten

Als vertauenswürdigste Informationsquelle gelten Familie und Freunde mit 78%. Schon an zweiter Stelle rangieren Reisebüros und Veranstalter mit 59%. 39% vertrauen den Reiseberichten klassischer Medien. Das Schlusslicht bilden Influencer auf Social Media mit einer Glaubwürdigkeit von 11% sowie KI und ChatGPT mit 12%. Den Wert der persönlichen Beratung im Reisebüro unterstreicht Ruefa mit dem preisgekrönten Store-Konzept, das bisher bereits in Eisenstadt und Linz umgesetzt wurde. Die weiteren Bundesländer-Hauptstädte sollen folgen.

Charter nach Rostock und Mahon

Der im Vorjahr gut angelaufene Charter-Flug Wien – Rostock wird auch in der kommenden Saison wieder aufgelegt und auf Wunsch paketiert mit einem vielfältigen Angebot rund um die Ostsee. Neu ist eine Charter-Verbindung nach Menorca, die im Mai startet. Zu den weiteren Top-Sommerdestinationen 2026 zählen Griechenland, Türkei, Spanien, Italien und Ägypten. In der Ferne locken etwa die USA, Thailand, die Malediven, Mauritius, Seychellen oder Tansania – Sansibar. In der Welt der Ruefa Sportreisen wartet eine breite Auswahl an Packages u.a. zu Tennis, Laufen, Fußball, Golf und Motorsport, jeweils inklusive Eintrittskarten. Auf Zakynthos sorgt die beliebte Ruefa Sommerakademie für kreative und inspirierende Urlaubstage, ideal auch für Solo-Reisende. Ergänzt wird das Angebot mit den vielfältigen Ruefa Kultur- und Studienreisen sowie einem dichten Programm an Kreuzfahrten, die bereits bis ins Jahr 2028 buchbar sind. (red.)


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Autor/in:

Herausgeberin / Chefredakteurin

Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach mehr als 30 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.





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