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Ryanair verschiebt Wachstum von Wien nach Bratislava
Ryanair verlagert Teile seiner Kapazitäten von Wien nach Bratislava und übt erneut Kritik an der österreichischen Luftverkehrssteuer.
Ryanair plant für 2026 ein deutliches Wachstum am Flughafen Bratislava. Laut Unternehmensangaben wird die dort stationierte Flotte von zwei auf drei Flugzeuge erweitert. Damit erwartet die Airline ein Verkehrswachstum von rund 70% am slowakischen Standort. Hintergrund ist die Entscheidung der slowakischen Regierung, Umweltsteuern abzuschaffen, Flugsicherungsgebühren zu reduzieren und Wachstumsanreize des Flughafens auszubauen.
In Wien hingegen hält Ryanair an der bereits angekündigten Reduktion fest. Fünf der derzeit 19 stationierten Flugzeuge sollen abgezogen werden. Die Airline begründet diesen Schritt mit aus ihrer Sicht hohen Abgaben sowie fehlenden Entlastungsmaßnahmen in Österreich.
Forderung nach Steuerentlastung
Ryanair erneuerte im Zuge der Pressekonferenzen in Bratislava und Wien die Forderung, die österreichische Luftverkehrssteuer in Höhe von 12 EUR pro Ticket abzuschaffen und Flughafen- sowie Flugsicherungsgebühren zu senken. Die Airline verweist dabei auf andere europäische Länder, die jüngst Kostenreduktionen umgesetzt haben, darunter Deutschland, Schweden, Ungarn und Italien. In Deutschland soll die Ticketsteuer Mitte 2026 wieder auf das Niveau vor der Erhöhung im Jahr 2024 sinken.
Ryanair betont, dass niedrigere Standortkosten die Voraussetzung für weiteres Wachstum in Österreich wären. Im Gegenzug kündigte die Airline an, Investitionen und zusätzliche Kapazitäten stärker in kostengünstigere Märkte zu verlagern, darunter die Slowakei.
Auswirkungen auf den Standort Wien
Durch die Reduktion der stationierten Boeing-Flotte hat Ryanair zuletzt rund 120 MitarbeiterInnen im Frühwarnsystem des AMS gemeldet. Die Basis der Tochter Lauda Europe in Wien, die mit 14 Airbus A320 operiert, soll jedoch unverändert bestehen bleiben. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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