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Kreuzfahrtbranche: NABU kritisiert mangelden Klimaschutz
Der aktuelle Kreuzfahrtranking-Bericht des NABU zeigt: Trotz erster Verbesserungen bleibt der Umstieg auf nachhaltige Antriebe in der Branche schleppend. Vor allem die Nutzung von Schweröl und fehlende Investitionen in E-Fuels stehen in der Kritik.
Anlässlich der Veröffentlichung seines neuen Kreuzfahrtrankings hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) die Branche erneut zu mehr Klimaschutz aufgefordert. Zwar zeigen einzelne Reedereien laut NABU „vorbildliche Schritte“ – etwa durch den Einsatz von Landstrom oder energieeffizienteren Neubauten –, ein konsequenter Kurswechsel sei jedoch nicht erkennbar.
Zu den besten im Ranking zählen Havila, Hurtigruten und Ponant. Dennoch setze keine der bewerteten Reedereien flächendeckend wirksame Klimaschutzmaßnahmen um, so der Verband.
Schweröl bleibt Standard – E-Fuels Mangelware
Größte Kritikpunkte des NABU bleiben die weit verbreitete Nutzung von Schweröl und der schleppende Umstieg auf grüne E-Fuels. Nur vier Reedereien schließen laut Bericht den Einsatz von Schweröl vollständig aus. Die Mehrheit setze nach wie vor auf diesen hochgiftigen Treibstoff – häufig kombiniert mit Abgaswäschern, die zusätzliche Schadstoffe ins Meer leiten. Auch bei der Entwicklung und Nutzung synthetischer Kraftstoffe auf Basis erneuerbarer Energien sei kaum Fortschritt erkennbar. Stattdessen werde laut NABU vielfach auf fossiles LNG oder Biokraftstoffe mit zweifelhafter Klimabilanz gesetzt.
NABU fordert klare Vorgaben
„Wirklich mutige Investitionen – etwa in methanolfähige Neubauten – bleiben bislang die Ausnahme“, kritisiert NABU-Schifffahrtsexperte Sönke Diesener. Der Verband fordert verbindliche und ambitionierte Maßnahmen, um den schnellen Ausstieg aus fossilen Kraftstoffen voranzutreiben. Nur so könne die Branche einen glaubwürdigen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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29 Januar 2026
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