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Lufthansa-Piloten beraten über Streik
Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinigung Cockpit und der Lufthansa sind gescheitert. Nun könnte es zu einem Arbeitskonflikt mit den PilotInnen kommen.
Die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinigung Cockpit (VC) und der Lufthansa sowie deren Frachttochter Lufthansa Cargo sind laut Gewerkschaft gescheitert. Auslöser ist ein ungelöster Konflikt über die betriebliche Altersvorsorge. Nach VC-Angaben habe Lufthansa bislang kein tragfähiges Angebot vorgelegt. Damit stehe nun ein Steik der PilotInnen im Raum.
Betroffen von den Gesprächen sind rund 4.800 PilotInnen. Laut VC wurde zuletzt 2017 ein Tarifabschluss erzielt, der unter anderem eine Umstellung der Pensionsregelungen beinhaltete. Seither garantiert Lufthansa nicht mehr die absolute Rentenhöhe, sondern nur noch die Beiträge – das Zinsrisiko liegt seither bei den Beschäftigten. Zudem wurde das durchschnittliche Alter für die Übergangsversorgung von 58 auf 60 Jahre angehoben.
Großkonflikt im Hintergrund
Neben dem konkreten Streit um die Altersvorsorge schwelt ein größerer Konflikt um die Tarifstrukturen innerhalb der Lufthansa-Gruppe. Neue Tochtergesellschaften wie City Airlines und Discover operieren mit eigenen Tarifverträgen, zum Teil mit Unterstützung der Gewerkschaft Verdi. Die Spartengewerkschaften VC (für das Cockpitpersonal) und Ufo (für das Kabinenpersonal) sehen darin die Gefahr einer schrittweisen Verlagerung von Arbeitsplätzen zu günstigeren Betriebseinheiten.
Ob es tatsächlich zu einem Streik kommt, ist derzeit offen. Die VC-Tarifkommission hat beim Vorstand die Durchführung einer Urabstimmung beantragt. Zuletzt hatte es 2022 einen eintägigen Streik bei der Lufthansa-Kernmarke gegeben. (APA / red)
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Autor/in:
Julia Trillsam
Redakteurin
Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.
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