Reise-Sicherheitsgipfel: Vorsorge vermindert Risiko

Wer vor Reiseantritt entsprechend vorsorgt, erspart sich im Schadensfall große Probleme und hohe Kosten, hieß es beim „Reise-Sicherheitsgipfel“ der Europäischen Reiseversicherung in Wien.

Zur Vorsorge gehören der Gesundheitscheck genauso wie die Klärung der Sicherheitslage in der Reisedestination, wie auch Infos zu Gepäcksvorschriften und den günstigsten Zahlungsmittel. Wer ohne Reiseversicherung unterwegs sei, handle verantwortungslos, hieß es. Die Absicherung im medizinischen Bereich – Erkrankung, Unfall etc. – durch eine Versicherung sei schon aus materiellen Gründen notwendig, so sei bei Fernreisen z. B. die e-Card wirkungslos, weil sie nur in der EU gelte. Aber selbst hier seien gerade im Umfeld von Urlaubsorten Ärzte und Spitäler, die direkt mit der Sozialversicherung abrechnen, dünn gesät. Ohne Reiseversicherung müssen alle Kosten vor Ort bezahlt werden. Ist ein Rücktransport notwendig, können die Kosten Existenz-bedrohende Summen erreichen. „Es ist erschreckend, wie wenig sich Urlauber, die sich über ihr Reiseziel ausgiebig informieren, um die medizinische Vorsorge kümmern“, erklärte die Reisemedizinerin Dr. Angelika Papousek.

Zum Thema Sicherheit am Urlaubsort bietet das Bürgerservice des Außenministeriums auf seiner Website (www.bmaa.gv.at) Reiseinformationen für 192 Staaten an, die auch die Sicherheitslage einschließen. Prok. Walter Bödenauer von Europay Austria – das Unternehmen wickelt den Zahlungsverkehr mit den Maestro-Bankomatkarten und der MasterCard in Österreich ab – wies auf die besonders sichere Variante der Maestro Traveller Karte hin, welche die alten „Reiseschecks“ immer mehr ablöse.

Die Erfahrungen der Europäischen Reiseversicherung zeigen außerdem, dass die Zahl der Schadensfälle zwar kleiner wurde, die Schadenshöhe aber permanent steige: Von Jänner bis Oktober 2006 habe die Schadensbelastung über 15,8 Mio. EUR, rund 20% mehr als im Gesamtjahr 2005 betragen. „In zwei Fällen lag die Schadenssumme jeweils über 350.000 EUR“, berichtete der Vorstandsvorsitzende, Dr. Martin Sturzlbaum. Die Schadensfälle werden dabei immer komplizierter. Daher sei es kaum verständlich, dass mehr als die Hälfte der Urlauber unversichert reise. (red)

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