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Grenze für Flugbewegungen am Amsterdamer Airport geplant


KLM fliegt von Graz nach Amsterdam
Ein sogenannter "Green Cap" sieht eine Einschränkung der Flugbewegungen am Schiphol Airport vor. Geplant ist eine Reduzierung auf 440.000 Starts- und Landungen pro Jahr. Im Jahr 2019 waren es noch 497.000. Am stärksten betroffen wird KLM als Home Carrier des niederländischen Hubs sein.

Schiphol ist nach London Heathrow und Paris Charles de Gaulle der drittgrößte Flughafen Europas. Und mit dem „Green Cap“ greift erstmals eine Regierung aktiv in die aktuelle Entwicklung eines Airports ein. 2019 zählte der Flughafen 71,7 Mio. Passagiere. KLM konnte in diesem Vorpandemiejahr eine Rekordanzahl von 35,1 Mio. Passagieren befördern. 171 Destinationen fanden sich in diesem Jahr im Flugplan der Airline. Wie auch bei anderen europäischen Fluglinien verzeichnet KLM im laufenden Jahr einen Nachfrageschub im Vergleich zum Vorjahr. Im nachfragestarken Sommerquartal konnten 5,2 Mio. Passagieren an Bord begrüßt werden. 2019 waren es noch 9,5 Mio.

Ziel des „Green Cap“ ist eine Reduzierung der Lärm- und Schadstoffemissionen. Die niederländische Regierung stellt damit erstmals in Europa die Umwelt in den Mittelpunkt. Der holländische Staat (69,77%) und die Stadt Amsterdam (20,03%) sind die Mehrheitseigentümer des Flughafens.

Flüge zwischen Österreich und Amsterdam laufen planmäßig

Wie Guido Hackl, Country Manager von KLM/Air France in Österreich im Gespräch mit tip festhält, sind bis auf weiteres keine Auswirkungen auf die Flüge zwischen Österreich und den Niederlanden zu erwarten. Derzeit wird Wien drei Mal täglich (im Sommer vier Mal) und Graz täglich angeflogen. Rund zwei Drittel der Passagiere nutzen Schiphol zum Umsteigen. Noch werden die Pläne der holländischen Regierung intensiv diskutiert.
In Kraft treten könnte der „Green Cap“ zum Winterflugplan 2023/24. Auch eine Nutzung des erst kürzlich ausgebauten Flughafens des, nahe Amsterdam gelegenen Lelystad für Low Cost Fluglinien wäre eine Alternative. Transavia ist als Tochtergesellschaft der KLM spezialisiert auf Urlaubsdestinationen und den Punkt-zu-Punkt Verkehr. Auch Innsbruck und Salzburg werden in den Wintermonaten regelmäßig angeflogen.

Auch außerhalb der Niederlande sorgen die Pläne für Aufsehen. Unter den Kritikern ist Willi Walsh, Generaldirektor des internationalen Luftfahrtverbandes IATA. Arbeitsplätze und Wohlstand seien in Gefahr, und das obwohl die Luftverkehrswirtschaft sich zu weitreichenden Maßnahmen in Sachen Klimaschutz verpflichtet hat. Ziel ist das sogenannte Net Zero 2050 zu erreichen. Schon jetzt werden immer größere Mengen von synthetischem Treibstoff (SAF) zur Beimischung erzeugt. Diesbezüglich gibt es auch schon eine Road Map seitens der EU, die verpflichtende Quoten vorschreibt. Abzuwarten bleibt, ob dieser Plan in Europa weitere Nachahmer finden wird.

Christian Pöchhacker (red)


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Foto: privat

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Redakteurin

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.




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