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Boeing in tiefroten Zahlen


Dreamliner - Boeing 787
Der US-Konzern muss das dritte Geschäftsjahr in Folge mit tiefroten Zahlen verkraften, vor allem der Dreamliner belastet die Bilanz.

Mit 4,3 Mrd. USD (3,8 Mrd EUR) fiel das Minus zwar fast zwei Drittel niedriger aus als ein Jahr zuvor, allerdings sanken auch die Erlöse zum Jahresende um drei Prozent auf 14,8 Mrd. USD. Obwohl der Umsatz nach dem ersten Corona-Jahr nun um sieben Prozent auf 62,3 Mrd. USD stieg, schnitt das Unternehmen deutlich schlechter ab als von Analysten erwartet.

Comeback in 2022

Auf das Debakel rund um den nach zwei Abstürzen mit Flugverboten belegten Mittelstreckenjet 737 Max folgte die für die Luftfahrtbranche stark belastende Corona-Pandemie. Boeing-Chef Dave Calhoun bezeichnete 2021 angesichts der vielen Probleme als "Jahr des Wiederaufbaus". Doch es gibt immer noch große Baustellen. Negativ wirkte sich zuletzt vor allem der "Dreamliner" aus. Das Modell kann wegen verschiedener Mängel nicht ausgeliefert werden, Boeing wartet seit Monaten auf grünes Licht der US-Flugaufsicht. Doch der Zeitplan bleibt ungewiss und für Boeing wird es immer teurer.  Obwohl die Quartalszahlen weit unter den Markterwartungen blieben, äußerte sich Boeing-Chef Calhoun in einer Stellungnahme gegenüber den Mitarbeitern zuversichtlich. "Zwar haben wir noch viel Arbeit vor uns", hieß es in dem Schreiben. Doch die Luftfahrtindustrie stehe 2022 vor einem Comeback und Boeing sei dafür gut aufgestellt. Auch Anleger reagierten positiv auf den Geschäftsbericht und ließen Boeings Aktien zum Handelsstart leicht steigen. Das lag vor allem daran, dass der Konzern im vierten Quartal trotz der hohen Sonderkosten erstmals seit 2019 einen positiven Cashflow verbuchte.

Aufschwung für 737 Max

Während die Lage beim "Dreamliner" weiter ungewiss ist und die Produktion vorerst auf einem äußerst niedrigen Niveau bleiben soll, kommt der Bestseller 737 Max nach Aufhebung der Flugverbote immer besser in Fahrt. Die Produktion wurde seit Oktober bereits von 19 auf 26 Maschinen pro Monat hochgefahren und soll bald auf 31 steigen. Bei den Neubestellungen für Verkehrsflugzeuge lag Boeing im vergangenen Jahr sogar erstmals seit 2018 wieder vor Airbus. Doch der europäische Erzrivale war bei den Auslieferungen mit weitem Abstand vorn und verteidigte damit seine Position als größter Flugzeugbauer. (APA/red)


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Sandra Zurek

Autor/in:

Nach 10 Jahren ist Sandra Zurek zum Profi Reisen Verlag zurückgekehrt und zeichnet aktuell neben Vermarktung und Medienkooperationen auch für Redaktion verantwortlich.





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