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Österreich: Pandemie kostete bisher über 100 Mio. Nächtigungen


Skifahrer in Rofan am Achensee
Reisewarnungen und Lockdowns haben den heimischen Tourismus in Summe bereits 105 Mio. Nächtigungen gekostet (März 2020 bis März 2021). Die Wintersaison 2020/21 ist quasi ein Totalausfall. 

Zwischen November und März verbuchten die Hotels und Pensionen laut Statistik Austria nur 4,56 Mio. Übernachtungen - das waren um 55,02 Mio. weniger als im Vorjahreszeitraum, ein Minus von 92,4%. Seit Anfang November gilt in den heimischen Beherbergungsbetrieben ein behördliches Betretungsverbot. Die Sperre hält noch bis 19. Mai an. Erlaubt sind lediglich Dienstreisen und Kuraufenthalte. Entsprechend niedrig war auch die Zahl der Ankünfte - zwischen November und März lag sie unter einer Million, konkret kamen nur etwa 942.100 Gäste, wie aus vorläufigen Daten der Statistik Austria von heute, Mittwoch, hervorgeht. Das war ein Rückgang von 94% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Im März 2021, dem 13. Monat der durch die Pandemie verursachten Einschränkungen im Beherbergungsgewerbe, wurden nur 1,11 Mio. Nächtigungen verbucht - ein Minus von 81,9% gegenüber dem März 2020. In dem Vorjahresmonat, der auch schon zur Hälfte vom ersten Lockdown betroffen war, hatten sich die Übernachtungen im Jahresabstand von 14,98 (März 2019) auf 6,2 Mio. mehr als halbiert.

Tirol verliert die meisten Besucher

Den größten Einbruch bei den Buchungen im bisherigen Winterhalbjahr verzeichneten zwischen November und März Tirol (minus 97% auf 0,6 Mio. Übernachtungen), Vorarlberg (ebenfalls minus 97%, 0,1 Mio.), Salzburg (minus 96%, 0,5 Mio.) und Wien (minus 93%, 0,4 Mio.). Schmerzlich waren die heftigen Einbußen freilich auch in sämtlichen anderen Bundesländern. Kärnten verbuchte gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr ein Minus von 86% auf 0,5 Mio. Nächtigungen und die Steiermark minus 85% auf 0,7 Mio. Das Burgenland schnitt mit einem Rückgang von 74% auf 0,2% Buchungen ab und Oberösterreich mit minus 71% auf 0,7 Mio. Am - relativ betrachtet - besten schnitt Niederösterreich mit dem geringsten Rückgang (minus 57%) und den absolut höchsten Nächtigungszahlen (0,9 Mio.) ab.

Kaum ausländische Gäste

Unter dem Strich kamen heuer im Winterhalbjahr bisher um 97,6% weniger Gäste aus dem Ausland und um 84,8% weniger aus dem Inland. Die Nächtigungsbuchungen, die von außerhalb Österreichs kamen, schrumpften entsprechend um 97,2% auf 1,31 Mio., jene aus dem Inland um 74,6% auf 3,25 Mio.


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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