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Laudamotion eröffnet Basis in Zadar


Laudamotion-CEO Andreas Gruber
Laudamotion eröffnet im März eine Basis in Kroatien und stationiert saisonal drei A320 in Zadar.

Laudamotion führt ihre Flüge ab Zadar von März bis Oktober 2020 auf geplanten 31 Routen durch. Die Basis wird von Mutter Ryanair übernommen. Für die Airline ist das die fünfte Basis nach Wien, Palma de Mallorca, Düsseldorf und Stuttgart. Im nächsten Winter könnten die Flugzeuge auf die kanarischen Inseln verlegt werden, wie Ryanair-Chef Michael O’Leary in Wien sagte. 

19 Flugzeuge in Wien

In Wien will Laudamotion mit 19 Flugzeugen und 5 Millionen Passagieren nächstes Jahr zur zweitgrößten Airline hinter der AUA werden. O'Leary erwartet, dass der Preiskampf in Wien zu einem Ende kommt, auch weil im Sommer 2020 die Slots in der Früh und zu anderen wichtigen Flugzeiten in Wien knapp würden. Steige der durchschnittliche Preis von derzeit 37 EUR pro Flug (oneway) bei Laudamotion um 4 EUR, könne man die roten Zahlen verlassen. Bei einem Anstieg um 5 EUR gehe sich gar ein Gewinn aus. Für das laufende (zweite) Geschäftsjahr erwartet die Ryanair-Tochter einen Verlust von rund 80 Mio. Euro, nach ungefähr 150 Mio. Euro im ersten Geschäftsjahr.

Konkurrenz zur AUA

Von den 80 Strecken ab Wien konkurriert Laudamotion auf 60 mit anderen Airlines, auf vielen davon mit der AUA. Neu im Flugplan ab Wien sind im Sommer drei Destinationen in der Türkei: Antalya, Bodrum und Dalaman.

Der Laudamotion-Mitarbeiterstand soll nächstes Jahr um 140 Piloten und 300 Flugbegleiter steigen, ein Teil davon werde als Leasingpersonal bei Crewlink und ein Teil direkt angestellt, sagte Laudamotion-CEO Andreas Gruber.

Aktuell beschäftigt die Fluglinie 950 Mitarbeiter, davon 450 in Wien. Die Mitarbeiter seien aufgerufen, einen neuen Betriebsrat zu wählen. Laudamotion hat neben der Flugzeug-Wartung auch die Flugbetriebssteuerung (Operations Control) und den Kundenservice an den irischen Mutterkonzern ausgelagert. Um den Flugbetrieb pünktlicher zu machen, stünden nun zwei der Laudamotion-Flieger als Ersatzmaschinen bei technischem Ausfällen bereit. Laudamotion hat zudem drei Flugsimulatoren für den Airbus A320 gekauft und will 2020 ein eigenes Trainingszentrum für Piloten starten, der dafür "wahrscheinlichste Standort" sei Wien. 2020 will die Fluglinie, wie Gruber sagte, 10 Millionen Passagiere transportieren. (red/APA)


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Foto: Christiane Reitshammer privat

Autor/in:

Freie Journalistin

Christiane Reitshammer war von 2003 bis 2012 Teil des Redaktionsteams und ist nun als freie Journalistin gerne für „tip“ und „reisetipps“ unterwegs.





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