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Flughafen Klagenfurt: Lilihill präsentiert Ausbaupläne


LILIHILL präsentiert den Masterplan für den Airport Klagenfurt
Bis 2024 soll der Flughafen Klagenfurt praktisch neu gebaut werden: Eine neue Abfertigungshalle, ein neues Hotel sowie ein Wirtschafts- und Logistikzentrum sind Teil der umfangreichen Maßnahmen.

Der neue Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens, die Lilihill GmbH, hat am Montag seine Ausbaupläne für den Airport präsentiert. Angestrebt wird eine Passagierzahl von einer Million pro Jahr - derzeit sind es 230.000 - insgesamt will man mehr als 1 Mrd. Euro investieren. Dabei soll, so Geschäftsführer Karl-Georg Eisner, buchstäblich kein Stein auf dem anderen bleiben.

Neues Messezentrum

Bis 2024 soll der Flughafen praktisch neu gebaut werden, das neue Abfertigungsgebäude dort errichtet werden, wo jetzt die Hangars stehen. Die Investitionssumme beziffert Eisner mit 260 Mio. EUR. Um 90 Mio. EUR soll ein Hotel mit 250 Betten entstehen, das direkt an die Abfertigungshalle angebunden wird. Dazu ist ein Messezentrum geplant, das bis 2030 fertig sein soll, auf 3,5 Hektar sollen 110 Mio. EUR verbaut werden.

Avimotion TecPark

Der größte Brocken ist aber der "Avimotion TecPark", der im Süden des Flughafenareals entstehen soll. Dort soll auf 25 Hektar ein Technologiecluster errichtet werden, Eisner sprach von einem "wegweisenden Entwicklungs- und Anwendungszentrum für die Bereiche autonome und alternative Mobilität". Lilihill will dafür 480 Mio. EUR in die Hand nehmen und 4.000 Arbeitsplätze schaffen. Weitere 140 Mio. sollen in ein neues, erweitertes Logistikzentrum investiert werden.

Neue Destinationen für 3,5 Millionen Menschen

Als Einzugsgebiet definiert wurden neben Kärnten angrenzende Gebiete Sloweniens, Italiens, Salzburgs und der Steiermark mit insgesamt 3,5 Mio. Menschen, wie Aufsichtsrat Peter Malanik erklärte. Den Fluglinien wolle man "den modernsten Airport Europas" bieten, die Turnaround-Zeiten extrem kurzhalten und den Airlines auch bei den Kosten entgegenkommen. So arbeite man daran, die Kerosinkosten zu senken, außerdem will man bei den Landegebühren nicht nur Größe und Gewicht der Flugzeuge, sondern auch die Auslastung berücksichtigen. "Wir übernehmen quasi einen Teil des Auslastungsrisikos, das macht derzeit kein Airport in ganz Europa", sagte Malanik.

Der ehemalige AUA-Vorstand Kai Kratky, ebenfalls im Aufsichtsrat der Lilihill, meinte, die Anbindung an den Hub Wien müsse ausgebaut werden, auch weitere Hubs könnten künftig angeflogen werden. Dazu prüfe man ein "alternatives Flugangebot hier in Klagenfurt". Ob damit die Gründung einer Fluggesellschaft gemeint ist, blieb offen. Gegründet werden soll jedenfalls eine Tourismus-Incoming-Gesellschaft, um mehr Gäste nach Kärnten zu bringen.

(APA / red) 


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Foto: privat

Autor/in:

Julia Trillsam hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien studiert. Jetzt ist sie bereit, die Welt zu bereisen. Je sonniger die Destination, desto schneller sind ihre Koffer gepackt.





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