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Wien: Airline-Protest könnte bald alle Passagiere treffen


Zerreißprobe - Foto: wk1003mike / shutterstock.com
Der Streit um die Arbeitsbedingungen bei den Billigairlines und zuletzt auch um die Laudamotion dürfte in den nächsten Wochen noch an Schärfe gewinnen.

Es drohen Kampfmaßnahmen von Belegschaften gleich mehrerer Airlines am Flughafen Wien - möglicherweise noch in der Ferienzeit. Die mit Kündigungs-Drohungen von Ryanair begleitete Forderung an Lauda-Bordbeschäftigte hat am Mittwoch die Betriebsräte auch anderer in Wien stationierter Airlines auf den Plan gerufen. Wie die Gewerkschaft vida nach einem von den Arbeitnehmervertretern einberufenen Krisengespräch vor Medien mitteilte, gibt es mit den Lauda-Beschäftigten Solidarität. In den nächsten Wochen, möglicherweise noch in der Ferienzeit, soll es Betriebsversammlungen gleich bei mehreren Airlines in Wien geben, und zwar alle am selben Tag zur selben Zeit.

Das hieße dann Beeinträchtigungen für die Passagiere, die Anton Fuszko von der vida heute als möglich nannte. Dies liege in der Natur solcher Betriebsversammlungen.

Unannehmbare Forderungen

Zum heutigen Krisengespräch hatten sich die Arbeitnehmervertreter von Lauda, AUA, Eurowings und Level getroffen. Die Lauda-Belegschaftsvertreter stießen - da zeitgleich ihre Betriebsversammlung stattfand - am Ende dazu. vida sprach heute von „Erpressung" der Lauda-Belegschaft und drohender mehrfacher Arbeitsrechtsverletzungen. Ryanair hatte gedroht, im Fall des Falles auch auf billigere polnische Leihpiloten zurückzugreifen. Bis 14. August wollen die Iren vom Personal ihrer österreichischen Tochter Lauda Dienstrechts-Zugeständnisse, um den Flugbetrieb profitabler zu machen. Die Gewerkschafter sprechen von unannehmbaren Forderungen.

Einheitlicher Kollektivvertrag gefordert

Die Gewerkschaft erneuerte ihre Forderung nach einem einheitlichen Branchen-Kollektivvertrag. Das werde aber möglicherweise ein langer Weg. Als ersten Schritt, und dies sehr kurzfristig, will die Gewerkschaft deshalb den wirtschaftlich stärksten Kollektivvertrag - also den der AUA – „satzen" lassen, also für alle gültig erklären lassen. Damit kämen auch „KV-freie" Airlines zu entsprechenden Regelungen und andere, wie etwa Lauda, sollten höhere Standards der AUA auf sich anwenden können. Ein solcher Antrag an das Sozialministerium soll in den nächsten ein bis zwei Wochen erfolgen. (APA/red)


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.





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