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Trauer um Niki Lauda
Mit dem Tod Niki Laudas hat Österreich einen Visionär und Nationalhelden verloren.
Einen Nachruf auf die sportlichen Verdienste Niki Laudas zu verfassen, steht mir nicht zu. Vom Rennfahren verstehe ich herzlich wenig. Nichts desto trotz bewundere ich Niki Lauda für seine Karriere in der Formel 1 uneingeschränkt. Wie er seine Weltmeistertitel einheimste, wie er nach seinem tragischen Feuerunfall in knapp 40 Tagen wieder ins Cockpit zurückkehrte. Mut, Zielstrebigkeit und vor allem der Glaube an sich selbst waren wesentliche Eigenschaften, die ihm dabei halfen.
Berührungspunkte hatte ich mit Lauda nur als Unternehmer mit – im Lauf der Zeit – drei eigenen Airlines. Bei Pressekonferenzen ging er immer rasch zur Sache. Keine langatmigen Einführungen, kein Herumreden um den Brei. Er sagte, was er zu sagen hatte und fertig. Ein Blatt nahm er sich nie vor den Mund, sehr zur Freude von uns Journalisten. Für Gespräche stand er fast immer zur Verfügung. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Interviewanfrage vor ziemlich genau zehn Jahren. Nach einem Gespräch mit dem AUA-CEO, auf das ich rund sechs Wochen warten musste, das dann später begann und früher endete, wollte ich auch Niki Lauda zur Entwicklung der Luftfahrt in Österreich befragen. Ein Anruf bei seiner Pressestelle, weiterverbinden zu seiner Sekretärin: „Heute Nachmittag geht’s, aber nur bis 14:00 Uhr. Dann wieder morgen oder übermorgen.“ Damit hatte ich nicht gerechnet. Zum Gespräch erschien Lauda – natürlich – pünktlich. „Wie lange haben wir Zeit?“ – „So lange wir halt brauchen.“ Ja, er war sehr professionell. Und unkompliziert.
In Erinnerung behalten wird er als einer der ganz Großen, in der Luftfahrt und in der Formel 1. Zum Abschied bleibt ein leises „Servus, Herr Lauda“.
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Autor/in:
Elo Resch-Pilcik
Herausgeberin / Chefredakteurin
Elo Resch-Pilcik, Mitgründerin des Profi Reisen Verlags im Jahr 1992, kann sich selbst nach mehr als 30 Jahren Touristik - noch? - nicht auf eine einzelne Lieblingsdestination festlegen.
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16 Februar 2026
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