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Verkehrsbüro Group investiert weiter in Hotels


Martin Winkler
Die Verkehrsbüro Group freut sich über eine erfolgreiche Bilanz 2018, bringt ihre Häuser auf den neuesten Stand und will dabei weitere 40 Mio. EUR bis 2022 investieren.

„Wir wollen zwei bis drei Hotels im Jahr abarbeiten", so Vorstandssprecher Martin Winkler bei der Präsentation der Bilanz. In Renovierung sind etwa das Wiener Parkhotel Schönbrunn und das Hotel Astoria. In Wien will Österreichs größter Tourismuskonzern zudem ein neues Vier-Sterne-Hotel mit 200 Zimmern, das Vienna Twentytwo (im 22. Bezirk) in Pacht nehmen - es soll Ende 2021, Anfang 2022 eröffnen.

Auch ansonsten steuert das Unternehmen auf Expansionskurs und will weitere Standorte akquirieren. „Wir wollen kleine Hotelprojekte dazunehmen - da ist der Fokus auf dem deutschen Markt", sagte Winkler. An der Motel One Austria, dem heimischen Ableger der Münchner Budget-Hotelgruppe ist das Verkehrsbüro zu 49% beteiligt. Zu den hierzulande bestehenden sechs Häusern in Wien und Salzburg sollen bis Ende 2021 drei weitere hinzukommen - heuer im Sommer in Linz sowie in weiterer Folge in Innsbruck und in Graz.

Im Geschäftsfeld „Palais Events", in dem das Verkehrsbüro beispielsweise die Wiener Locations „Palais Daun-Kinsky" und das „Café Central" bespielt, herrschte 2018 jedenfalls ein regelrechter Boom.

Beratung ist gefragt

Das abgelaufene Reisejahr 2018 war für die Branche generell vom internationalen Flugchaos und vom neuen Pauschalreisegesetz geprägt - zwei Faktoren, von denen die Verkehrsbüro Group als großer Reiseveranstalter (auch von Geschäftsreisen) letztlich profitierte. Denn die Nachfrage der Kunden nach Beratung und der Wunsch nach Sicherheit der Buchungen waren intensiv. „Das ist der Job unserer Reiseberaterinnen und Reiseberater - vor allem im Bereich der Flüge war das vergangene Jahr herausfordernd", so der Verkehrsbüro-Chef.

„Wir sehen das als Chance, unsere Kompetenz hier zu zeigen."

Mit einem Plus von 8,3% auf 331,9 Mio. EUR Umsatz sei 2018 für die Reisebüro-Sparte – allen voran die 107 Ruefa-Reisebüros – das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr aller Zeiten gewesen. „322.075 Kunden haben im vergangenen Jahr bei uns gebucht, und damit um 4,3% mehr als im Vorjahr“, so Winkler.

Im Geschäftsfeld Reiseveranstalter konnte Eurotours als der größte Anbieter von Reisen im Direktvertrieb 2018 erneut reüssieren. Auch Ruefa und Jumbo mit ihren exklusiven und maßgeschneiderten Eigenprodukten gewinnen hier zunehmend an Bedeutung, wobei sich besonders positiv Fernreisen nach Afrika und im Bereich Indischer Ozean, Studienreisen und Kreuzfahrten entwickelten. Im Veranstalter-Segment wurden 2018 insgesamt ein Umsatzplus von 4,9% auf 260,3 Mio. EUR erwirtschaftet und 828.459 Kunden gezählt. Für das heurige Reisejahr sei das Verkehrsbüro mit der gesamten Lufthansa-Gruppe (inklusive AUA) im Austausch und habe „mit Kapazitäten vorgesorgt, damit die heurige Saison besser laufen kann".

„In der Business Touristik sehen wir ein wettbewerbsintensives Umfeld“, so Winkler. Umso erfreulicher sei das Ergebnis: Das Transaktionsvolumen, bei insgesamt sinkenden Ticketpreisen, konnte um 1,7% gesteigert werden.

Mehr Digitalisierung

In der Touristiksparte liegt ein deutlicher Fokus auf Digitalisierung: „Wir denken und planen absolut digital im Sinne der Customer Centricity – sprich: wo und wie will der Kunde mit uns sprechen, wo und wie will er Support haben, wo können wir noch optimieren“, so Winkler. Derzeit werde etwa bei Ruefa mit den „Ruefa Insidern“ an einer smarten Lösung gearbeitet, das Know-how der rund 500 Reiseexperten für die Kunden bestmöglich online wie offline verfügbar zu machen.

Umsatzplus 2018

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2018 blieb mit 179,4 Mio. EUR (-1,7%) nahezu unverändert. Alles in allem erzielte der Tourismuskonzern 2018 in den Geschäftsbereichen Freizeitreisen, Geschäftsreisen, Hotels und Events ein Umsatzplus gegenüber dem Jahr davor von 19% auf 615,1 Mio. EUR. „Nach alter Bilanzierung haben wir die Umsatzmilliarde mit 1,023 Mrd. EUR geknackt", erklärte Winkler. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es jedoch zur erstmaligen Anwendung der internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS (International Financial Reporting Standards). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich demnach um 11,7% auf 19,5 Mio. EUR, das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich um 11,9% auf 22,6 Mio. EUR, der Konzerngewinn nach Steuern stieg um 18,4% auf 18 Mio. EUR. Im 101. Jahr seines Bestehens beschäftigte das Verkehrsbüro 2.910 Mitarbeiter - ein Zuwachs von 5,7% gegenüber dem Jahr davor. (APA/red)


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Foto: Christiane Reitshammer privat

Autor/in:

Freie Journalistin

Christiane Reitshammer war von 2003 bis 2012 Teil des Redaktionsteams und ist nun als freie Journalistin gerne für „tip“ und „reisetipps“ unterwegs.





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