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Emirates: mehr Passagiere, weniger Gewinn


Emirates Boeing 777-300ER
Emirates Airline verzeichnet eine Umsatzsteigerung von 10% auf 48,9 Mrd. AED (13,3 Mrd. USD). Der Gewinn der Fluggesellschaft ging um 86% auf 226 Mio. AED (62 Mio. USD) zurück; bei 30,1 Mio. beförderten Passagieren (plus 3%) und einer Gesamtkapazitätssteigerung von 3%.

Die Unternehmensgruppe verzeichnet ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb der ersten sechs Monate des Fiskaljahres 2018-2019 (1. April bis 30. September 2018) erzielte die Emirates Group einen Umsatz von 54,4 Mrd. AED (14,8 Mrd. USD), eine Steigerung um 10% gegenüber den 49,4 Mrd. AED (13,5 Mrd. USD) Umsatz im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Profitabilität sank um 53% im Vergleich zum Vorjahr bei einem Halbjahres-Nettogewinn für 2018-2019 von 1,1 Mrd. AED (296 Mio. USD). Der Gewinnrückgang ist hauptsächlich auf den signifikanten Anstieg des Treibstoffpreises um 37% im Vorjahresvergleich und die Währungsschwankungen in bestimmten Märkten zurückzuführen. Die Liquiditätslage der Emirates Group betrug 21,5 Mrd. AED (5,9 Mrd. USD) zum 30. September 2018, im Vergleich zu 25,4 Mrd. AED (6,9 Mrd. USD) zum 31. März 2018.

Neue Flugzeuge rein, alte raus

Während der ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres nahm Emirates insgesamt acht neue Flugzeuge entgegen, drei Jets des Typs Airbus A380 und fünf Jets des Typs Boeing 777 und musterte sieben Flugzeuge aus. Bis zum Ende des Fiskaljahres am 31. März 2019 ist die Auslieferung von fünf zusätzlichen neuen Jets geplant und weitere vier ältere Flugzeuge werden aus der Flotte genommen. In den ersten sechs Monaten hat Emirates mit Stansted (Vereinigtes Königreich) und Santiago (Chile) zwei neue Passagierziele und zudem eine Verbindung von Dubai über Bali nach Auckland aufgenommen.

Zum 30. September 2018 umfasst das globale Streckennetz von Emirates 161 Ziele in 85 Ländern, die Emirates mit einer Flotte von 269 Flugzeugen (inklusive Vollfrachter) bedient. Emirates hat seine Partnerschaft mit flydubai weiter ausgebaut und das Vielfliegerprogramm der Airline in das eigene, Emirates Skywards, integriert. Kunden genießen außerdem neue Reisemöglichkeiten durch die Erweiterungen des gemeinsamen Streckennetzes und die Optimierung der Flugpläne. So wurden neue Routen nach Kinshana (Kongo), Krakau (Polen) und Catania (Italien) aufgenommen.

Über 30 Mio. Kunden

Die Gesamtkapazität in der ersten Hälfte des Fiskaljahres stieg moderat um 3% auf 31,8 Mrd. angebotene Tonnen-Kilometer (Available Tonne Kilometres; ATKM). Die Kapazität an verfügbaren Sitzkilometern (Available Seat Kilometres; ASKM) stieg um 4% und gemessen an Umsatz-Passagier-Kilometern (Revenue Passenger Kilometres; RPKM) um 6%. Der durchschnittliche Sitzladefaktor stieg auf 78,8%, im Vergleich zu dem Ergebnis von 77,2% im vergangenen Jahr. Emirates beförderte zwischen dem 1. April und dem 30. September 2018 insgesamt 30,1 Mio. Passagiere, was einer Steigerung von drei% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Gewinne rückläufig

Emirates verzeichnete einen Nettogewinn von 226 Mio. AED (62 Mio. USD), ein Rückgang von 86% gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr. Der Umsatz, inklusive anderer operativer Einnahmen, beläuft sich auf 48,9 Mrd. AED (13,3 Mrd. USD) und liegt damit um 10% über den 44,5 Mrd. AED (12,1 Mrd. USD) im vergangenen Jahr. Dieses Ergebnis ist bedingt durch präzise Kontrolle bei der Kapazitätsplanung und verbesserte Sitzladefaktoren und spiegelt trotz Tariferhöhungen die gesunde Nachfrage der Kunden nach dem Emirates-Produkt wider.

Die Betriebskosten stiegen um 13% im Vergleich zum Gesamtkapazitätswachstum von 3%. Die Kerosinpreise lagen im Durchschnitt um 42% höher als im Vorjahreszeitraum aufgrund der gestiegenen Ölpreise (37% mehr) und der um 4% gestiegenen Treibstoffmenge durch die anhaltende Flottenexpansion von Emirates. Die Treibstoffkosten stellen mit 33% der Gesamtbetriebskosten (26% im vergangenen Jahr) weiterhin den größten Teil der Ausgaben dar. (red)


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Dieter Putz

Autor/in:

Redakteur / Managing Editor

Dieter ist seit knapp 20 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlags-Teams. Fast jedes geschriebene Wort das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.






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