Mehr Kompetenz für EU-Luftfahrtagentur

Das EU-Parlament wird am kommenden Mittwoch eine Erweiterung
der Kompetenzen der Europäischen Agentur für Luftfahrtsicherheit
(EASA) beschließen.

Die ESA soll künftig die Oberaufsicht über die Beurteilung von
Flugzeugen in der gesamten EU haben. Laut SPO-EU-
Parlamentarier Jörg Leichtfried sollten damit künftig die
unterschiedlichen Standards bei Kontrollen und insbesondere
"Lizenz-Shopping" vermieden werden. Da diese Verordnung bereits
mit den Mitgliedstaaten abgestimmt wurde, kann sie kommenden
Monaten in Kraft treten. Zum grenzenlosen Luftraum gebe es nun
auch "grenzenlose Kontrollen", erklärte Leichtfried weiter. Bisher
wurden Flugzeuge nur in dem Land überprüft, in dem die Airline
ihren Sitz hatte. Dies hatte zur Folge, dass Luftlinien häufig in
Ländern mit niedrigeren Standards angemeldet wurden. Teils
flogen die Maschinen jedoch den so genannten „Heimatflughafen“
gar nicht an und somit fielen die Prüfungen aus. Künftig sollen die
Prüfungen von den nationalen Flugsicherheitsbehörden auf jedem
Flughafen durchgeführt werden. Durch stichprobenartige
Kontrollen wird die EASA überprüfen, ob alle Standards eingehalten
werden. Bei Verstößen drohen künftig - in Kooperation mit der EU-
Kommission - Strafen bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes. Die
einheitliche Zertifizierung soll auch für das Kabinenpersonal
gelten. "Das ist ein immenser Fortschritt, auch für die Betroffenen
selbst", sagte Leichtfried dazu. (APA/red)

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Redaktion / Projektmanagement

Die gebürtige Berlinerin war seit 2006 beim Profi Reisen Verlag beschäftigt und unsere Expertin in Sachen Deutschland und USA. Janin Nachtweh hat mit Ende Juli 2015 den Profi Reisen Verlag verlassen.





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