| news | itb » destination
Reisefreiheit „ist unser aller Business“
Die Themen Reisemobilität und Visa-Restriktionen dürfen nicht den Sicherheitsbehörden der jeweiligen Länder überlassen werden. Offene Grenzen und Reisefreiheit „sind unser aller Business“, sagte Taleb Rifai, Secretary-General World Tourism Organization, auf der ITB Berlin.
„Visafreiheit lässt den Tourismus wachsen und ist auch ein wichtiger Jobmotor.“ Durch nennenswerte Visa-Erleichterungen könnten nach UNWTO-Angaben in den kommenden Jahren weltweit etwa 5,1 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Rifai bat alle Tourismusverantwortlichen auf der ITB Berlin um Unterstützung bei diesem schwierigen Thema.
Einige Fortschritte
Es gebe zum Glück einige Fortschritte, sagte Rifai gestützt auf den jüngsten Visa Report seiner Organisation. Anfang 2008 verlangten die Reisedestinationen noch von durchschnittlich 77% der Weltbevölkerung die Beantragung eines herkömmlichen Visums. 2013 ging der Prozentsatz auf 64% zurück. Als Fortschritte werden Visa on arrival, also bei der Ankunft am Airport, und „eVisa“ über das Internet genannt.
Weitere positive Entwicklungen: China gestattet Touristen einen maximal 72-stündigen, visafreien Transit-Aufenthalt für die Metropolen Beijing, Shanghai und Guangzhou. Russland gewährt unter bestimmten Bedingungen Visafreiheit für Kreuzfahrtgäste, die in St. Petersburg anlegen. Türkei und Aserbaidschan haben jüngst mit großem Erfolg eVisa Programme eingeführt, heißt es in dem Bericht.
Weiterhin sind Bürger aus Entwicklungsländern generell viel stärker von Einreiserestriktionen betroffen als Reisende aus Industriestaaten. Zu den Regionen mit den meisten Restriktionen zählen die USA, große Teile Europas und China.
Wenige Beschränkungen
Südostasien gehört zu den Regionen, in denen Tourismus und Deviseneinnahmen besonders boomen. Und laut UNWTO zählen diese Länder weltweit zu denen, die die wenigsten Einreisebeschränkungen haben. Laos, Thailand und Kambodscha zum Beispiel haben in den vergangenen Jahren auch zusätzliche Landübergänge eröffnet, die Einheimischen und Ausländern das Reisen erleichtern. (ag/red)
itb 2014, unwto, wto, visa, sicherheit, reisefreiheit
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
Touristiknews des Tages
29 Januar 2026
Lesen Sie weitere
Artikel aus dieser Rubrik
-
China Eastern Airlines fliegt ab April von Wien nach Xi‘an
Der Flughafen Wien baut sein... -
USA-Jubiläumsjahr: Oceania mit 19 Routen in Alaska und Neuengland
Anlässlich des 250. Jahrestags der... -
MSC Cruises erweitert Angebot auf Ocean Cay
Die MSC-Privatinsel auf den Bahamas... -
DRV begrüßt neue nationale Tourismusstrategie
Der DRV sieht in der... -
Angola als Gastland auf der ITB Berlin 2026
Angola tritt 2026 als offizielles...
