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Turkish an LOT interessiert
Turkish Airlines will einen neuen Anlauf zur Übernahme der staatlich kontrollierten polnischen Fluglinie LOT nehmen.
An der LOT-Privatisierung sei außerdem ein weiteres Unternehmen interessiert, das jedoch nicht genannt werden wolle, erklärte die Sprecherin des Schatzministeriums Magdalena Kobos der Zeitung "Rzeczpospolita". Die ersten Gespräche mit Turkish Airlines hätten bereits im Dezember begonnen.
Das türkische Unternehmen will seinen Einstieg bei LOT forcieren. Verhandlungen sollten so schnell wie möglich begonnen werden, erklärte Hamdi Topcu, Vorstandsvorsitzender bei Turkish Airlines, der Zeitung "Hurriyet". "Viele Fluglinien sind an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert, aber unsere Wahl fiel auf LOT", so Topcu.
Turkish Airlines interessierte sich schon vor zwei Jahren für ein Joint Venture mit LOT. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Damals erklärten auch Vertreter der deutschen Lufthansa, eine Investition bei LOT käme für sie infrage.
Vor allem durch Sparmaßnahmen verbesserte LOT in den vergangenen Jahren das Betriebsergebnis. Die Verluste fielen von 733 Mio. Zloty 2008 auf 52 Mio. Zloty (12,1 Mio. EUR) im Jahr 2010. Für das vergangene Jahr plante das Unternehmen ebenfalls ein Minus von rund 50 Mio. Zloty ein, das nach Aussagen vom Dezember jedoch etwa höher ausfallen dürfte. Für heuer ist zum ersten Mal seit langem ein operativer Gewinn vorgesehen.
LOT gehört zu 93,07% dem polnischen Staat, den Rest der Aktien besitzen die Mitarbeiter. Das Unternehmen sollte bereits vor mehr als zehn Jahren privatisiert werden, dies scheiterte damals am Konkurs der SairGroup, die LOT übernehmen sollte. Der türkischen Airline wird auch ein Interesse an der staatlichen tschechischen Fluggesellschaft Czech Airlines nachgesagt, schreibt "Hurriyet" am Dienstag. Man halte sich alle Optionen offen, hieß es seitens der Türken. Die Czech Airlines fliegt 135 Destinationen in 48 Ländern an. (red)
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Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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12 Februar 2026
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