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Burgenland reaktiviert einstige Pilgerwege
Die zunehmende Beliebtheit mehrtägiger Wanderungen entlang einstiger Pilgerwege will das Burgenland touristisch besser nützen.
Im Rahmen des grenzüberschreitenden, österreichisch-ungarischen Projekts „Pilgrimage" auf Basis der Europäischen territorialen Zusammenarbeit (früher Interreg III) sollen daher alte Routen neu belebt und die bestehenden rund 1.500km langen Pilger- und Wanderwege im Burgenland vernetzt werden, so Tourismuslandesrätin Michaela Resetar. Geplant ist eine Hauptroute, die vom ungarischen Celldömölk über Köszeg sowie Rattersdorf und Lockenhaus bis nach Mariazell in die Steiermark führt. Auch eine Strecke im Norden von Sopron über Forchtenstein und eine im Süden von Vasvar über Körmend und Güssing haben jeweils den steirischen Marienwallfahrtsort als Ziel. Die Fertigstellung des gesamten Netzes soll bis Ende 2012 erfolgen. Von den Gesamtkosten in Höhe von knapp 760.000 EUR übernimmt das Burgenland rund 114.000 EUR.
Als Leadpartner fungiert die Regionalmanagement Burgenland GmbH (RMB), Partner sind außerdem das Regionalmanagement NÖ Mitte, Niederösterreich-Werbung und das ungarische Komitat Vas. Zunächst sollen einmal die Routen mit Gemeinden, Tourismusverbänden und Großgrundbesitzern abgestimmt werden, erläuterte Thomas Böhm vom RMB.
Entlang der Routen wolle man mit Wirten und Beherbergungsbetrieben eine Kooperation beginnen, um sie auf die sich von anderen Gästen unterscheidenden Bedürfnisse von Pilgern und Wallfahrern einzustellen. Dazu gehörten beispielsweise Trocknungsmöglichkeiten für Kleider und Schuhe oder die Bereitstellung von Lunchpaketen, so Landesrätin Resetar. Im Hinblick auf die vielen ungarischen Gäste sollen auch zweisprachige Speisekarten erstellt werden. Außerdem werden Pilgerwegsbegleiter ausgebildet. (APA/red)
pilgerreisen, burgenland, ungarn
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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20 März 2026
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