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Führungswechsel bei Adria Airways
Die marode slowenische Fluggesellschaft Adria Airways fängt mit dem Sparkurs in der Chefetage an. Wie Adria Airways mitteilte, wurden die Verträge mit den bisherigen Direktoren Tadej Tufek und Marjan Ravnikar einvernehmlich aufgelöst.
"Die beiden Direktoren sind nicht mehr bei Adria Airways beschäftigt und wir suchen auch keine Arbeitsplätze für sie", berichtete Adria-Aufsichtsratschef Maks Tajnikar. Als neue Direktoren wurden Klemen Bostjancic und Robert Vuga bestellt. Bostjancic war als Sanierer des insolventen Bauunternehmens Vegrad tätig, Vuga arbeitete beim staatlichen Eisenbahnkonzern SZ (Slovenske zeleznice). Um die drückende Schuldenlast abzubauen, gibt die Fluglinie ihre Techniksparte an den Flughafen Ljubljana ab. Dieser verzichtet im Gegenzug auf Forderungen in Höhe von 2,4 Mio. EUR gegenüber der Fluggesellschaft. Diese erhält zudem 5 Mio. EUR an frischem Geld durch den Verkauf an die staatliche Investmentgesellschaft PDP. Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr 2010 einen Verlust von 7 Mio. EUR eingeflogen, wobei ihm vor allem die Wirtschaftskrise auf dem Balkan - wo die Hauptdestinationen von Adria Airways - sowie der verschärfte Konkurrenzkampf auf den Flügen nach Westeuropa zu schaffen machten. Das staatliche Unternehmen sitzt zudem auf einem Schuldenberg von 86 Mio. EUR, weil in den vergangenen Jahren mehrere neue Flugzeuge angekauft wurden.
Als möglicher Käufer für die marode slowenische Fluglinie wird von slowenischen Medien die deutsche AUA-Mutter Lufthansa gehandelt. Adria Airways gehört nämlich der von der Lufthansa angeführten Luftfahrtallianz "Star Alliance" an. Schon bisher kooperieren die beiden Fluggesellschaften eng. (APA/red)
Autor/in:
Dieter Putz
Redakteur / Managing Editor
Dieter ist seit 25 Jahren wichtiger Teil des Profi Reisen Verlag-Teams. Fast jedes geschriebene Wort, das die Redaktion verlässt, geht über seinen Schreibtisch.
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